Coronakrise in Stuttgart Das Lichtblick im Westen schließt nach 20 Jahren für immer

Das Lichtblick wird nach dem Lockdown nicht mehr öffnen. Foto: Lichtblick
Das Lichtblick wird nach dem Lockdown nicht mehr öffnen. Foto: Lichtblick

Die Nachricht macht Fans des Stuttgarter Nachtlebens traurig: Das Lichtblick an der Reinsburgstraße schließt für immer. Dies liege nicht allein an Corona, sagen die Wirte. In der Pandemie sei das „angeschlagene Fass“ aber übergelaufen.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)

Stuttgart - Für das Lichtblick, für die Bar und das Restaurant im Stuttgarter Westen, wird’s düster: Auch nach Ende des Lockdowns öffnen die Betreiber Dirk Geiger und Philipp Honstetter ihr beliebtes Lokal an der Reinsburgstraße nicht mehr. „Wir haben lange gehadert, gehirnt und versucht, das Beste aus der Corona-Krise zu machen“, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite, „es ergab sich leider keine Zukunftsperspektive mehr.“

Dass sich die Wege der Wirte im Lichtblick trennen, sagt Philipp Honstetter unserer Redaktion, liege aber nicht allein an der Pandemie. Dies habe sich schon vor der Coronakrise abgezeichnet. Froh ist er, dass er „unser Baby“ in „gute Hände“ übergeben kann. Der Gastro-Standort bleibe also erhalten. Zuvor waren Honstetter und Geiger acht Jahre lang als Kellner im Musicland (das Müsli befand sich ebenfalls an der Reinsburgstraße) und vier Jahre lang im RatRat tätig.

Die „Byebybe-Party“ soll im Krumbachtal nachgeholt werden

Ihr „Baby“ vom Westen ist auch schon 20 Jahre. Am 1. Dezember wollte das Lichtblick Geburtstag groß feiern und auf „unzählige Feste“ zurückblicken sowie auf „diverse Klippen“ wie „Euro-Umstellung, Nine-Eleven, Rauchverbot, Explosion der Nebenkosten, Sperrstunden“, die man umschifft habe. Dirk Geiger wird im Krumbachtal in Gerlingen weitermachen. Dort werde man die „Byebye-Party“, sobald dies möglich sei, nachholen.

Die Räume im Erdgeschoss der Reinsburgstraße 13 haben schon viele Lokale beherbergt – griechisch, thailändisch und persisch wurde hier gekocht. Mit dem Lichtblick war eine Szenekneipe eingezogen, die sich kulinarisch schwäbisch orientierte. „Dass nun Schluss ist, ist ein großer Verlust für Stuttgart“, findet DJ Hille, der bei Müsli-Revival-Partys aufgelegt hat, wie auch schon früher im Original-Müsli. Bei den Partys sei es immer voll gewesen. Auch er ist gespannt, was an dieser Stelle nun neu entsteht.




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