Coronaregeln in Baden-Württemberg Protestanten wollen an Präsenzgottesdiensten zu Ostern festhalten

Bund und Länder hatten sich beim Corona-Gipfel in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, die Religionsgemeinschaften zu bitten, an Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Bund und Länder hatten sich beim Corona-Gipfel in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, die Religionsgemeinschaften zu bitten, an Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die evangelische Kirche in Baden-Württemberg sieht derzeit keine Notwendigkeit, die „strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern“ – und will daran auch an Ostern festhalten.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Die evangelische Kirche in Baden-Württemberg will an Präsenzgottesdiensten zu Ostern festhalten. Die Bitte von Bund und Ländern, darauf zu verzichten, „hat uns sehr erstaunt“, teilte ein Sprecher der Landeskirche am Dienstag in Stuttgart mit. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern.“ Karfreitag und Ostern seien die wichtigsten Feste der Christenheit. Die Kirchengemeinden berücksichtigten die regionalen Corona-Werte und verzichteten auf Präsenzgottesdienste ab einer Inzidenz von 300.

Bund und Länder hatten sich beim Corona-Gipfel in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, die Religionsgemeinschaften zu bitten, an Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Auch das Erzbistum Freiburg reagierte überrascht: Bereits seit einem Jahr gebe es funktionierende Hygienekonzepte für die Feier von Gottesdiensten. „Ob im Erzbistum Freiburg die Ostergottesdienste nur virtuell oder doch in Präsenzform gefeiert werden können, hängt in erster Linie davon ab, ob und in welcher Weise die Landesregierung den Beschluss für Baden-Württemberg umsetzt“, erklärte eine Sprecherin.

Unsere Empfehlung für Sie