Coronavirus im Strohgäu Der Einkauf muss kein Risiko mehr sein

Von  

In jeder Kommune haben sich vielfältige Hilfsangebote wegen der Corona-Krise gegründet. Freiwillige stehen bereit – bei der Kirche, bei der Mitmachzentrale oder bei der Stadt.

Wer  zuhause bleiben sollte, erhält Hilfe beim Einkaufen. Foto: factum/Simon Granville
Wer zuhause bleiben sollte, erhält Hilfe beim Einkaufen. Foto: factum/Simon Granville

Strohgäu - Jugendliche aus der katholischen Gemeinde in Ditzingen, Einwohner aus Hemmingen und anderswo, Helfer des Roten Kreuzes in Gerlingen: Überall im Strohgäu stehen Menschen bereit, um für andere Besorgungen zu erledigen. Von häuslicher Quarantäne Betroffene sollen ebenso unterstützt werden wie ältere Menschen, die wegen ihres besonderen Corona-Risikos zuhause bleiben sollen. Dazu werden Zentralen eingerichtet, die Bitten um Hilfe mit den Angeboten koordinieren.

In Korntal-Münchingen ist die Zentrale im Bereich Soziales der Stadtverwaltung eingerichtet worden. „Wir haben eine Liste begonnen mit freiwilligen Hilfsangeboten und wir veröffentlichen einen Aufruf im Amtsblatt“, erklärt Marcus Köstler vom Allgemeinen Sozialen Dienst. Dazu gibt es ein Formular, das in jedem Haus aufgehängt werden kann. Drei Menschen hätten sich bereits als Helfer bei der Stadt gemeldet. „Wir würden gerne die nachbarschaftliche Solidarität stärken“, meint Köstler. Zur Verfügung stehen die Telefonnummer 07 11/83 67-32 13 und die E-Mail-Adresse fachbereich2@korntal-muenchingen.de.

Hilfsstelle beim Amt

Auch in Gerlingen hat die Stadtverwaltung eine Hilfestelle eingerichtet, vom Amt für Jugend, Familie und Senioren als „Corona-Hilfe- und Sorgendienst“ bezeichnet. Angeschlossen sind das örtliche Rote Kreuz und die Mitmachzentrale. Die Stadt appelliert an die Bürger, „soziale Kontakte auf das unbedingt Notwendige zu reduzieren und so gut es geht zuhause zu bleiben“. Wer Hilfe braucht, möge sich melden unter Telefon 0 71 56/205-70 05 oder per E-Mail unter hilfe@gerlingen.de. Gedacht ist vor allem an Einkäufe von Lebensmitteln und Medikamenten.

In Ditzingen hat die katholische Kirchengemeinde Sankt Maria einen Hilfsdienst eingerichtet. Gut ein Dutzend Jugendliche und Erwachsene stehen dafür bereit, berichtet die Pastoralassistentin Janine Irtenkauf. Weitere Freiwillige sind willkommen. „Wir kaufen gerne ein, übernehmen aber keine Pflege oder Haushaltsassistenz.“ Das Angebot gilt für die Kernstadt und Hirschlanden. Angebote und Hilfsanfragen sind gerne gesehen: Für Ditzingen unter der E-Mail-Adresse Janine.Irtenkauf@drs.de oder Telefon 01 63/2 11 57 59 und für Hirschlanden unter kathkirche.Hirschlanden@drs.de oder Telefon 0 71 56/3 47 39.

Aus facebook-Gruppe heraus gegründet

In Hemmingen sind seit einigen Tagen rund 70 Helfer im „Hilfsdienst für Besorgungen“ zusammengeschlossen. Dieser sei aus einer Facebook-Gruppe heraus entstanden, berichtet Ralf Horvath. Der Dienst, von der Gemeinde unterstützt, sei im Ort bereits mit Handzetteln bekannt gemacht. Zu den vielen Freiwilligen meint der Berufsschullehrer „viele haben das Bedürfnis, etwas zu tun“. Anfragen und Angebote unter Telefon 07150/970174 oder per Mail an versorgung@hemmingen.de.




Veranstaltungen

Unsere Empfehlung für Sie