Coronavirus in Baden-Württemberg Lucha fordert Öffnungsschritte trotz steigender Zahlen

Viele Unternehmen kämpfen während der Coronakrise mit heftigen Umsatzeinbußen. (Symbolbild) Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Viele Unternehmen kämpfen während der Coronakrise mit heftigen Umsatzeinbußen. (Symbolbild) Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Baden-Württembergs Gesundheitsminister spricht sich für Öffnungsschritte aus. Der Handel brauche Perspektiven, so Manne Lucha. Auch zum Impfstoff Astrazeneca hat der Minister eine klare Haltung.

Köln - Auch wenn in Baden-Württemberg die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder die kritische 50er-Marke gerissen hat, ist Gesundheitsminister Manne Lucha für Öffnungsschritte. Beispielsweise der Handel brauche Perspektiven, sagte der Grünen-Politiker am Montag im Deutschlandradio. Am Sonntag lag der Corona-Wert im Südwesten laut Landesgesundheitsamt bei 51,9 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Baden-Württemberg war schon mal an der Schwelle zur 40. Der Anstieg in den vergangenen Tagen ist Lucha zufolge den Mutationen geschuldet. „Wir beobachten das mit Sorge und mit großer Akribie und Vorsicht“, sagte er dem Radiosender weiter. Trotzdem seien gezielte, überblickbare Öffnungsschritte nötig. Er verwies dazu auf ein Papier von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), das am Mittwoch beim nächsten Bund-Länder-Treffen besprochen werden solle.

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Lucha fordert: Astrazeneca-Impfstoff für alle freigeben

Der Minister sprach sich dagegen aus, für den Astrazeneca-Impfstoff jegliche Beschränkungen bei den Impfberechtigten aufzuheben. Noch gebe es einen Impfstoffmangel. Ab Mitte des zweiten Quartals solle aber so viel Impfstoff vorliegen, dass auch Arztpraxen damit versorgt werden könnten und eine Million Impfungen pro Woche möglich seien, sagte Lucha. Die Lieferketten seien auch routinierter geworden. „Wir gehen davon aus, dass das, was uns zugesagt wird, auch kommt.“

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