Rund 800.000 der 3,9 Millionen Metallindustrie-Mitarbeiter sind weiterhin ungeimpft. Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall warnt daher vor einem Betretungsverbot für Ungeimpfte.

Berlin - Vor der ersten Bundestagsdebatte über eine allgemeine Impfpflicht hat der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, vor einem Betretungsverbot für Ungeimpfte in den Firmen gewarnt. „Das wäre der totale Kollaps“, sagte Wolf bei Bild TV. Wolf betonte, es werde für die Branche „ganz schwierig, wenn das Betretungsverbot kommt – wie wir es in der Pflege schon haben.“ 

Es gebe 700.000 bis 800.000 Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, schätzte der Verbandschef der Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie. Insgesamt gibt es in der Branche 3,9 Millionen Beschäftigte.

Bundestag diskutiert über Impfpflicht

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitssektor soll am 15. März in Kraft treten. Es gibt Befürchtungen, dass sich durch Kündigungen von Ungeimpften der Personalmangel dort verschärfen könnte.

Der Bundestag diskutiert am Mittwoch erstmals über eine mögliche Corona-Impfpflicht. Es handelt sich um eine sogenannte Orientierungsdebatte, bei der das Thema ganz allgemein besprochen wird. Konkrete Gesetzentwürfe liegen noch nicht vor. Überlegungen gibt es für drei Modelle: eine Impfpflicht für alle ab 18, eine Vorgabe nur für Menschen ab einer gewissen Altersgrenze, etwa 50 oder 60, und die Ablehnung einer Impfpflicht.