Coronavirus in Stuttgart Endspurt bei Vor-Ort-Impfungen

Vor-Ort-Impfaktionen soll es zwar noch geben, aber Anfang Oktober wird die Zahl der mobilen Teams stark reduziert. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Vor-Ort-Impfaktionen soll es zwar noch geben, aber Anfang Oktober wird die Zahl der mobilen Teams stark reduziert. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Ende September schließt auch das verbliebene Stuttgarter Impfzentrum. Dann wird die Zahl der mobilen Impfteams stark reduziert. Die Stadt ruft die Menschen dazu auf, bis dahin noch Vor-Ort-Angebote wahrzunehmen.

Lokales: Mathias Bury (ury)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Ende September schließt nach der Liederhalle auch das Impfzentrum im Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK). Dessen mobile Impfteams haben in den vergangenen Wochen Vor-Ort-Impfkationen in Stuttgart angeboten. Von Oktober an wird es dann nur noch zwei mobile Impfteams geben, stationiert am städtischen Klinikum, das dann allerdings nicht nur für Stuttgart, sondern auch für die umliegenden Landkreise zuständig sein wird. Da die mobilen Teams also „vorerst noch eine Woche unterwegs“ seien, ruft die Stadtverwaltung einen „Endspurt bei Vor-Ort-Impfungen“ aus.

Unter anderem bei der Wilhelma, auf dem Schlossplatz und bei der Diskothek Perkins Park am Killesberg werde es in den nächsten Tagen weiter Impfaktionen geben, wo man sich ohne Termin einen Piks gegen das Coronavirus geben lassen kann. Bis Mitte September haben man auf diese Weise 10 823 Personen mit einer Erstimpfung versorgen können, 8 318 mit einem zweiten Piks. Und bisher haben 1252 alten Menschen bereits eine dritte Impfung erhalten.

Erfolg am Kunstmuseum

Sehr zufrieden war Mark Dominik Alscher, der medizinische Geschäftsführer des RBK, diese Woche mit zwei offenen Impfaktionen, bei denen man weitere 261 Impfungen verabreicht habe. So wurden am Kunstmuseum 144 Impfspritzen gesetzt, bei der Baugenossenschaft Nord waren es 117. Für Alscher zeigen diese Beispiele, „dass die Strategie, mit den Impfungen zu den Menschen zu kommen, aufgeht“.

Trotz dieser Erfolge steigen auch in Stuttgart und in den umliegenden Landkreisen die Impfquoten nur noch sehr langsam. Martin Priwitzer, der Leiter der Abteilung gesundheitliche Versorgung beim städtischen Gesundheitsamt, merkt denn auch an, dass ihn die aktuelle Durchimpfungsquote „nicht glücklich macht“. Priwitzer appelliert an die Menschen, sich impfen zu lassen. „Die Impfstoffe schützen, sie sind sicher und vertrauenswürdig.“ Wegen der guten Ergebnisse solle es auch nach dem 30. September offene Impfangebot geben. Im Fokus der wenigen mobilen Teams stünden aber zunächst Schulen sowie Altenpflegeheime.

Impfquoten in der Region Stuttgart

Die Impfquoten in Stuttgart und in den Landkreisen der Region lassen weiter zu wünschen übrig. Nach den jüngsten Zahlen des Landessozialministeriums haben in Stuttgart bisher 60,8 Prozent der Menschen eine Erstimpfung erhalten, 58 Prozent auch schon die zweite. In den umliegenden Landkreisen liegen die Werte auf einem ähnlichen Niveau: Landkreis Böblingen 61,6 Prozent Erstimpfungen, 58,8 Prozent Zweitimpfungen; Kreis Esslingen 62 Prozent, 59,3 Prozent; Kreis Göppingen 60,9 Prozent, 58,7; Kreis Ludwigsburg 61,1 Prozent, 58,9 Prozent; Rems-Murr-Kreis 60,3, 57,9 Prozent. Der Landesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 62,3 Prozent, bei den Zweitimpfungen bei 59,5.




Unsere Empfehlung für Sie