Cricket kurz erklärt Ewiges Duell zwischen Bowler und Batter

Bei den Schlagmännern ist Treffsicherheit gefragt. Foto: Eibner/Memmler

Cricket ist ein jahrhundertealtes Spiel mit 42 Regeln und 2,5 Milliarden Fans. Das Grundprinzip ist einfach, aber es wird schnell kompliziert.

Als am Sonntag beim ersten „Fair Play Cricket Cup“ in Sindelfingen das Team Janni VIII im Finale den Siegpokal gegen den Ludwigsburg Cricket Club gewann, standen den Nicht-Cricket-Fans am Spielfeldrand Fragezeichen im Gesicht.

 

Ein paar Dinge hatten die bisher gänzlich unbeleckten Zuschauer aber doch verstanden. Zum Beispiel die grundsätzliche Spielidee. Die besteht nämlich ganz ähnlich wie bei dem aus dieser Sportart hervorgegangen Baseball darin, dass ein Werfer (hier Bowler genannt) gegen eine Schlagmann (Batsman beziehungsweise Batter) antritt. Anders als im Baseball rennt der Schlagmann allerdings nicht im Viereck um den Platz, sondern zwischen zwei Wickets hin und her – das sind jeweils drei senkrecht aufgestellte Stäbe auf denen zwei kleine Hölzchen liegen. Diese kleinen Törchen versucht der Bowler mit dem Ball kaputtzuwerfen. Der Batter hat dagegen die Aufgabe, die Wickets mit seinem Schlagholz (Bat) zu verteidigen und den Ball möglichst weit zu schlagen.

Gespielt wird in der Regel mit zwei Mannschaften zu je elf Spielern, die sich auf einem ovalen Spielfeld abwechselnd als Verteidiger oder Angreifer gegenüberstehen. So lange der Ball nicht zurück bei einem der beiden Tore ist, versucht der Batsman so oft es geht, zwischen diesen hin- und her zu laufen und dadurch Runs (Siegpunkte) zu erzielen.

Aufgabe des Feldteams ist es, den Ball möglichst schnell wieder zu erlangen und ein Wicket einzuwerfen. Ist der Batsman noch unterwegs, während ein Feldspieler das Wicket trifft oder sein weggeschlagener Ball wird direkt aus der Luft gefangen, ist er „Aus“ und wird durch einen anderen Schlagmann ersetzt. Das wird so lange wiederholt, bis alle Schlagmänner ausgeschieden sind. Dann ist ein Durchgang (Inning) zu Ende und die Teams wechseln die Positionen.

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