Öffnung von Schulen und Kitas vertagt Begründung erntet hämische Kommentare im Netz

Die Klassenzimmer  werden vorerst wohl leer bleiben. Foto: dpa/Sina Schuldt
Die Klassenzimmer werden vorerst wohl leer bleiben. Foto: dpa/Sina Schuldt

Das mutierte Coronavirus ist der Grund dafür gewesen, die Schulöffnung im Land zu verschieben. Im Netz herrscht Kopfschütteln über diese Begründung, denn das sei absehbar gewesen.

Politik/ Baden-Württemberg: Christian Gottschalk (cgo)

Stuttgart - Die Landesregierung hat sich dazu entschieden, die Öffnung von Grundschulen und Kitas zu verschieben. Grund sind Mutanten des Coronavirus, welche in einer Freiburger Kita aufgetaucht sind. Im Netzt stößt die Entscheidung der Politiker, vor allem aber deren Begründung, überwiegend auf hämische Kommentare.

„Ich kenne da so ein Spiel aus meiner Krippe, was die Kleinen gerne spielen: Augen mit den Händen zuhalten und rufen „Du siehst mich nicht, also bin ich nicht da“. Habe den Eindruck, in der Politik sind so manche nie über dieses Stadium hinausgekommen“, twittert eine Nutzerin unter dem Namen „Tunnelblume“. „Spuncy“ ergänzt: „Wenn das überraschend kommt ..... hat man immer noch nicht verstanden, dass eine Pandemie eine Naturkatastrophe ist. ‚Ich will aber öffnen, dass mich Eltern und Arbeitgeber mögen’ ist unangebracht und realitätsfremd.

Die Frage des Vorausschauens

Thomas Vollmer bezieht sich auf eine Stellungnahme der Kultusministerin. Susanne Eisenmann sagt, der neue Virus sei für sie „völlig überraschend“ gekommen. Kommentar auf Twitter: „Echt jetzt? Das, wovor zahlreiche Experten seit Wochen warnen wurde bisher von Fr. Eisenmann gekonnt ignoriert. Und - Huch - jetzt tritt es ein. Heißt dann wieder „Damit konnten wir nicht rechnen.“

Mark Käpplinger fordert: „Haben Sie wirklich geglaubt die Mutationen kämen nicht nach BW?Es wäre nun an der Zeit die Teststrategie anzupassen!“. Sandra Jäger sagt: „Normale Corona-Infektionen interessieren bei Öffnungsdebatten wohl nicht mehr, wären es keine B117-Infektionen gewesen, säßen die Grundschüler von BW am Montag wohl in der Schule.. und natürlich wird behauptet, dass sich das Virus wegen privater Treffen verbreitet hätte..“.

Die Frage nach der Zukunft

Clara Emmali stellt schließlich eine Frage, die viele bewegt: „Und wann erfahren wir jetzt, wie es weitergeht? Bleiben die Kitas und Schulen bis zum 14.02. wie im Rest des Landes zu? Oder muss man in den zwei Wochen mit neuen Ideen rechnen?“.

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