Dem Circus Kaiser läuft auch in Süßen ein Tier davon Rindvieh löst Unfall aus

Aus dem Gehege des Circus Kaiser (unser Bild enstand im vergangenen Jahr in  Stuttgart-Möhringen) ist jetzt auch in Süßen ein Rindvieh ausgerissen. Foto: Zweygarth
Aus dem Gehege des Circus Kaiser (unser Bild enstand im vergangenen Jahr in Stuttgart-Möhringen) ist jetzt auch in Süßen ein Rindvieh ausgerissen. Foto: Zweygarth

Bei einem Unfall in Süßen ist am vergangenen Freitag ein Sachschaden von 4000 Euro entstanden. Auslöser war ein exotisches Rindvieh, das aus dem Circus Kaiser entwischt ist. Nicht zum ersten Mal ist dem Unternehmen ein Tiere davongelaufen.

Region: Andreas Pflüger (eas)
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Süßen - Dieses Mal sind es keine Kängurus oder Kamele gewesen, die aus den Gehegen des Circus Kaiser ausgebüxt sind. Beim Süßener Gastspiel des Familienunternehmens, das wegen ähnlicher Vorfälle immer wieder in den Schlagzeilen ist, hat sich ein exotisches Rindvieh aus dem Staub gemacht – und einen Auffahrunfall verursacht. Das Tier hatte der Polizei zufolge am Freitag um 12.40 Uhr den Weg in die Freiheit gesucht und war von der Wiese an der Auenstraße, wo der Zirkus gerade Station macht, zielstrebig in Richtung Querspange marschiert.

Zum Verhängnis wurde dieser Ausflug, zwei Autofahrern, die just in diesem Moment in Richtung Süßen unterwegs waren. Ein 37 Jahre alter Mann stieg in die Eisen und konnte seinen Wagen noch abbremsen, ohne das Tier zu rammen. Ein 21-Jähriger, der direkt dahinter fuhr, schaffte es hingegen nicht mehr anzuhalten und krachte seinem Vordermann ins Heck, wobei ein Sachschaden von insgesamt rund 4000 Euro entstand. Der schwergewichtige Ausreißer blieb unverletzt und wurde den Zirkusleuten übergeben, die sich nun allerdings ebenso einer Anzeige gegenübersehen wie der 21-jährige Unfallfahrer.

Auch Tierschützer haben das Unternehmen im Visier

Weitergehende Auskünfte, etwa wie es dazu gekommen ist, dass das Rindvieh aus seinem Gehege entweichen konnte, vermochte ein Sprecher der Ulmer Polizeidirektion am Samstag nicht zu geben. Dazu müssten die weiteren Ermittlungen abgewartet werden, erklärte er. Die Verantwortlichen des Circus Kaiser wollten sich gegenüber der StZ zu den näheren Umständen des Vorfalls ebenfalls nicht äußern. Mehrere Anfragen blieben unbeantwortet.

Fest steht jedoch, dass das Unternehmen in der Vergangenheit schön häufiger wegen entlaufener Tier aufgefallen war. Anfang Mai mussten bei einem Gastspiel in Filderstadt-Harthausen (Kreis Esslingen) vier Kängurus von der Polizei wieder eingefangen werden. Zudem war von der Stadt dort eine Räumungsverfügung ausgesprochen worden. Im März hatten sich bei Weil der Stadt (Kreis Böblingen) zehn Kamele und ein Schaf selbstständig gemacht.

Ähnliches hatte sich auch ein Jahr zuvor in Stuttgart-Möhringen, Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) und Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) zugetragen. Darüber hinaus wird der Circus Kaiser von diversen Tierschutzorganisationen, wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Haltungsrichtlinien, an den Pranger gestellt.




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