Demonstration in Berlin Prostituierten protestieren mit Sexpuppen gegen Corona-Auflagen

Von red/dpa 

Bordelle sind seit Mitte März auf Grund der Maßnahmen zu Eindämmung des Coronavirus weiterhin geschlossen. In Berlin haben nun mehrere Dutzend Prostituierte für eine Wiedereröffnung demonstriert.

Eine Teilnehmerin steht bei einer Protestaktion für die Öffnung von Prostitutionsstätten mit einer Sexpuppe im Arm nahe des Bundesrates. Foto: dpa/Christoph Soeder
Eine Teilnehmerin steht bei einer Protestaktion für die Öffnung von Prostitutionsstätten mit einer Sexpuppe im Arm nahe des Bundesrates. Foto: dpa/Christoph Soeder

Berlin - Protest mit Sexpuppen: Mehrere Dutzend Prostituierte haben am Freitag vor dem Bundesrat für eine Wiedereröffnung der Bordelle in der Corona-Pandemie demonstriert. Die Branche werde in die Illegalität getrieben, hieß es auf Transparenten. Die Sexarbeiterbranche brauche mehr finanzielle Unterstützung.

Prostituierte haben seit Mitte März Arbeitsverbot. Dass es keine Lockerungen gebe, sei sowohl für den Berufsverband der Sexarbeiter als auch für Bordellbetreiber unverständlich, hieß es in einer Erklärung. Denn andere Branchen mit körpernahen Dienstleistungen wie Massagesalons, Tantrainstitute, Tattooläden oder Saunen dürften wieder öffnen. Auch für Sexarbeit seien in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern bereits Hygienekonzepte erarbeitet worden.

Nachbarländer wie Österreich haben Sexarbeit inzwischen wieder erlaubt - aber nur mit Maske. Auch in Deutschland prüfen einzelne Bundesländer bereits Möglichkeiten für Lockerungen, darunter Thüringen.




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