Deutsch-französische Zusammenarbeit Luftwaffe setzt auf Kooperation

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Paris und Berlin ziehen bei Lufttransporten an einem Strang. Sie wollen amerikanische Flugzeuge vom C-130 Herkules kaufen und diese in eine gemeinsame Fliegerstaffel mit Sitz in Frankreich einbringen. Noch sind einige Hürden zu überwinden.

Ursula von der Leyen und ihr französischer Kollegen Jean-Yves Le Drian besiegeln das Vorhaben. Foto: dpa
Ursula von der Leyen und ihr französischer Kollegen Jean-Yves Le Drian besiegeln das Vorhaben. Foto: dpa

Berlin - Die Bundeswehr will gemeinsam mit Frankreich eine Flotte von C-130-Hercules-Transportmaschinen betreiben und für Spezialeinsätze in der Hinterhand haben. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag ein entsprechendes Regierungsabkommen mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian unterzeichnet.

Ihre Heimat soll die Fliegerstaffel in Frankreich haben, genauer gesagt am Luftwaffenstützpunkt Evreux, westlich von Paris. Von 2021 an sollen dort bis zu sechs deutsche und bis zu sechs französische Flugzeuge stationiert werden. Durch den binationalen Ansatz sollen Training und Betrieb insgesamt billiger werden.

Projekt muss bis zur Verwirklichung noch einige Hürden überwinden

Das ist jedenfalls eines der Ziele dieser Kooperation, die bis zur Verwirklichung allerdings auch noch einige Hürden überwinden muss. So soll der Bundestag erst in zwei Jahren den Grundsatzbeschluss über den Kauf der Herkules-Maschinen treffen. Mit der Entscheidung für dieses Kooperationsprojekt zieht die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch die Konsequenz aus der Tatsache, dass einige Hoffnungen der militärischen Rüstungsplanung sich zerschlagen haben. So hatte die Luftwaffe vor der Entscheidung für die Beschaffung des neuen Transportflugzeugs A400M im Jahr 2000 seinerzeit das strategische Ziel ausgegeben, mit einem einzigen Flugzeugtyp alle Zwecke in Sachen Lufttransport abzudecken. Mit der Entscheidung für den Kauf mehrerer C 130 Herkules wird diese ursprüngliche Zielsetzung endgültig aufgegeben. Nicht nur dass die Luftwaffe ebenso wie andere europäische Streitkräfte für militärische Schwertransporte auf geleaste Großflugzeuge vom Typ Antonow angewiesen ist.

„Mehr Europa wagen“ ist eine Devise dieses Kooperationsvorhabens

Unterdessen hat die Luftwaffe auch eingeräumt, dass der A400M längere Pisten zum Start und zur Landung braucht, als sie in vielen afrikanischen Ländern mit unbefestigten Landebahnen vorhanden sind. Besonders für schwierige Einsätze wie Evakuierungen aus Kriegsgebieten sei die C-130 des US-Herstellers Lockheed Martin besser geeignet, heißt es heute.

Die deutsch-französische Kooperation bei den C-130 gilt darüber hinaus als Signal für eine verstärkte militärische Zusammenarbeit in der EU. Die Bundeswehr will damit aber auch eine drohende Lücke schließen, weil 2021 die alten Transportflugzeuge vom Typ „Transall“ ausgemustert werden sollen. www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.transportflugzeug-a400m-die- bruchlandung-ist-aufgeschoben-vorerst-jedenfalls.7abfe550-a5b9-4495




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