Noch bis in die späten Abendstunden des Pfingstsonntag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Unwettern. Erwartet werden teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel, Sturm- und Orkanböen.

Am Pfingstsonntag hat es in Baden-Württemberg Starkregen und kräftige Gewitter gegeben. Größere Schäden blieben jedoch aus, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für den Zeitraum bis Sonntagabend gegen 21 Uhr vor Unwetter in der Region östlich von Stuttgart bis an die bayerische Grenze.Dort bestehe auch weiterhin die Gefahr von umstürzenden Bäumen, es könne zu Überflutungen und Schäden an der Infrastruktur kommen.

Aktuell liegen unter anderem für die Kreise Calw, Freudenstadt, Rottweil, den Zollernalbkreis und die Ortenau Gewitterwarnungen des DWD vor. Erwartet werden Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 Kilometer pro Stunde mit Starkregen und Hagel. Der DWD geht von Niederschlagsmengen bis zu 25 Liter pro Quadratmeter und Stunde aus. (Stand: 16.41 Uhr)  

In einem Video erklärt DWD-Diplom-Meteorologe Marcus Beyer die weitere Entwicklung der Unwetterlage (Stand: Pfingstsonntag, 12.30 Uhr):

Gegen 14 Uhr bestätigte der DWD seine Prognosen via Twitter. Demnach haben sich in der Schweiz erste Gewitter mit Unwetterpotential gebildet, die auf das Allgäu übergreifen sollen.

In der Gegend von Karlsruhe und Pforzheim beobachteten die Experten zeitgleich mehrere Unwetter-Zellen. 

Bereits am Morgen des Pfingstsonntag hatten sich nordöstlich von Stuttgart erste Unwetter ausgetobt. Teils mit heftigem Starkregen, an einigen Orten fielen binnen kurzer Zeit zwischen 25 und 40 Liter auf den Quadratmeter, wie diese auf Twitter veröffentlichte Karte des DWD zeigt:

Die Meteorologen hatten bereits im Vorfeld vor Unwettern am Pfingstwochenende gewarnt. Für Pfingstmontag rechnen die Meteorologen mit einer deutlichen Wetterberuhigung. Einzig am Alpenrand hielten sich noch Reste der feuchtwarmen Luft. Dort könne es am Nachmittag wieder zu Gewittern kommen.

Derweil hielten Starkregen und Gewitter am Samstag weite Teile des Nachbarlands Frankreich fest im Griff. Im nordfranzösischen Rouen starb eine Frau in einer Schlammlawine. Landesweit wurden 15 Menschen verletzt. Teils fielen golfballgroße Hagelkörner vom Himmel. Laut Informationen der dpa wurden 50.000 Blitzeinschläge registriert, rund 15.000 Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten.