Die Baden-Württemberger und die Volkszählung Überraschendes und Erwartetes

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Das politische Gezänk um die Ergebnisse der Volkszählung lässt die eigentlichen Fakten etwas in den Hintergrund treten, etwa dass das Land jünger ist als der Rest der Republik oder dass in jungen Jahrgängen die Männer in der Mehrheit sind.

Stuttgart - Baden-Württemberg liegt statistisch oft an der Spitze. Das gilt auch beim Zensus. Eine Auswahl:

Jugend: Die Bevölkerung im Südwesten ist jünger als im deutschen Durchschnitt. Die Altersklassen bis zu 39 Jahren sind im Land stärker vertreten als sonst in der Republik, bei den Älteren gibt es entsprechend weniger.

Männerüberschuss: Unterm Strich gibt es im Land zwar mehr Frauen als Männer, aber das gilt erst für die mindestens ­50-Jährigen. Bei den bis zu 29 Jahre alten Bewohnern sind die Männer unangefochten in der Mehrzahl. Nur bei den Dreißigern gibt es eine kleine Delle.

Bildung: Im Land leben mehr Bürger (28,8 Prozent) ohne beruflichen Ausbildungsabschluss als in der Republik (26,6). Allerdings haben etwas mehr einen Hochschulabschluss (15,2 gegen 15,1 Prozent).

Multikulti: Mit 25,2 Prozent ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im Südwesten deutlich höher als in der Republik (18,9 Prozent).

Heim: 49,4 Prozent der Wohnungen im Land werden von ihren Eigentümern bewohnt. Im Bundesdurchschnitt sind das nur 42,4 Prozent. Im Ländervergleich zeigt sich aber, dass die Saarländer, Pfälzer und Niedersachsen ihren eigenen vier Wänden noch mehr verbunden sind.