Die deutschen Medaillen Hockey-Herren sind zum vierten Mal Olympiasieger

Von dpa/dapd 

Im Endspiel setzten sich die deutschen Hockey-Jungs mit 2:1 (1:0) gegen die Niederlande durch.

Nach dem Abpfiff des Olympia-Endspiels in London gab es kein Halten mehr. Die deutschen Hockeyspieler warfen ihreSchläger in die Luft, feierten ausgelassen auf dem Kunstrasen und ließen ihren Gefühlen freien Lauf. Mit dem 2:1 (1:0)-Sieg imEndspiel gegen die Niederlande erfüllte sich das Team von Trainer Markus Weise den Traum vom zweiten Olympia-Gold in Folge. Foto: AP 131 Bilder
Nach dem Abpfiff des Olympia-Endspiels in London gab es kein Halten mehr. Die deutschen Hockeyspieler warfen ihre Schläger in die Luft, feierten ausgelassen auf dem Kunstrasen und ließen ihren Gefühlen freien Lauf. Mit dem 2:1 (1:0)-Sieg im Endspiel gegen die Niederlande erfüllte sich das Team von Trainer Markus Weise den Traum vom zweiten Olympia-Gold in Folge. Foto: AP

London - Die deutschen Hockey-Herren sind zum vierten Mal Olympiasieger. Im Endspiel von London setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise am Samstagabend mit 2:1 (1:0) gegen die Niederlande durch.

Nach dem Abpfiff des Olympia-Endspiels in London gab es kein Halten mehr. Die deutschen Hockeyspieler warfen ihre Schläger in die Luft, feierten ausgelassen auf dem Kunstrasen und ließen ihren Gefühlen freien Lauf. Mit dem 2:1 (1:0)-Sieg im Endspiel gegen die Niederlande erfüllte sich das Team von Trainer Markus Weise den Traum vom zweiten Olympia-Gold in Folge. Jan Philipp Rabente avancierte mit seinen beiden Treffern in der 33. und 66. Minute zum Matchwinner. Mink van der Weerden (54.) hatte für die Niederländer zwischenzeitlich ausgeglichen.

Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) feierte damit die vierte Goldmedaille für ein Herrenteam nach 1972, 1992 und 2008. Bronze ging an Australien nach einem 3:1-Sieg gegen Großbritannien.

Mountainbikerin Sabine Spitz hatte sich am Nachmittag die Silbermedaille im olympischen Cross-Country-Rennen gesichert. Vier Jahre nach ihrem Olympiasieg von Peking musste sich die 40-Jährige am Samstag nur der Französin Julie Bresset geschlagen geben.

 

Ein schmerzhafter Sturz im Felsparcours hat Sabine Spitz womöglich um ihre zweite Goldfahrt gebracht, aber auch mit Silber hat sich die Powerfrau in großartiger Manier von der Olympia-Bühne verabschiedet. Im hohen Sportler-Alter von 40 Jahren und 228 Tagen kletterte Spitz bei den Sommerspielen in London im Mountainbike-Rennen noch einmal auf das Podium und machte nach Gold in Peking und Bronze in Athen ihren Medaillensatz komplett. Den Sieg holte sich nach sechs Runden und 29,26 Kilometern auf der Hadleigh Farm in der Grafschaft Essex die Französin Julie Bresset mit einem Vorsprung von 1:02 Minuten. Bronze ging an die Amerikanerin Georgia Gould.

Durch ihren Erfolg bei den Spielen in London stieg sie zur ältesten Medaillengewinnerin im Radsport seit Jeannie Longo anno 2004 auf. In Athen hatte die „Grande Dame“ des Radsports mit 41 Jahren noch Bronze im Einzelzeitfahren auf der Straße geholt. „Ich musste unbedingt den Zweiten machen, damit ich wenigstens meine Kollektion zusammen bekommen“, sagte Spitz.

Damit gab es für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die sechste Medaille bei den olympischen Wettbewerben. Schon jetzt haben die deutschen Radsportler mit je einmal Gold und Bronze sowie viermal Silber die Bilanz von Peking (je einmal Gold, Silber und Bronze) quasi verdoppelt.