Die Tatort-Fledderei Eher ein Film von der Stange

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In Abwesenheit des Steuerfahnders und Familienvaters Sven Habdank werden dessen Frau und Sohn ermordet. Der Kölner Auftakt in die neue Tatort-Saison „Durchgedreht“ hat unseren Kritiker nicht überzeugt.

Die achtjährige Helena in ihrem Kellerversteck – Szene aus dem Kölner Tatort „Durchgedreht“. Weitere Eindrücke vom Film bekommen Sie in der Fotostrecke. Foto:   10 Bilder
Die achtjährige Helena in ihrem Kellerversteck – Szene aus dem Kölner Tatort „Durchgedreht“. Weitere Eindrücke vom Film bekommen Sie in der Fotostrecke. Foto:  

Stuttgart -

Die Handlung in zwei Sätzen: In Abwesenheit des Steuerfahnders und Familienvaters Sven Habdank (Alexander Beyer) werden dessen Frau und Sohn ermordet. Am Ende stellt sich heraus, dass der Täter der vor dem finanziellen Aus stehende Spediteur Gunnar war.

Zahl der Leichen: Vier.

Der Star des Abends: Der Investigativ-Journalist Ole Winthir (Peter Benedict), der die Machenschaften des BND aufdeckt und passend zu einer solch staatskritischen Tätigkeit dem Fernsehpublikum seine radikalen Ansichten über Sinn und Zweck der Steuererhebung propagieren darf.

Der traurigste Moment: Die Schwägerin des Täters war einmal eine ambitionierte Musikerin, nun muss sie sich mit Privatstunden für verzogene Kinder über Wasser halten. „Zur Konzertpianistin hat es halt nicht gereicht“, kommentiert sie den Ermittlern gegenüber erstaunlich gefasst das Scheitern eines ganzen Lebensentwurfs.

Die kurioseste Szene: Der Unternehmer Pit Benteler (Max Herbrechter) ist in den Fokus der Steuerfahndung geraten – und simuliert bei seiner Vernehmung allen Ernstes einen Herzinfarkt.

Der Täter stirbt, aber beweist im letzten Augenblick, dass er eigentlich kein schlechter Kerl ist.

Unser Fazit: Eher ein „Tatort“ von der Stange – spektakuläre Wendungen gibt es nicht, am Ende aber etwas Action.

Spannung : 3 / Logik: 2-3.