Die „Umdiedreißigjährigen“ Was für ein Geist! Was für ein Plan!

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Die Generation Y ist weit entfernt von der Generation Golf, die cool sein wollte, weit entfernt von den Popliteraten, die die neunziger Jahre beherrschten und immer alles doof fanden. Wir wollen nicht cool sein, wir wollen nicht immer alles schlechtreden, wir sehen nicht die Gefahren, sondern die Anfänge und die Chancen.

Vielleicht ist das die Ursache dafür, dass mir das Bild von den Gründern der StZ so gut gefällt. Wir gründen eine Zeitung! Was für ein Geist! Was für ein Plan!

Man sieht unter den Gründern übrigens nicht nur Josef Eberle, der zusammen mit Karl Ackermann und Henry Bernhard im September 1946 die Lizenz der amerikanischen Militärregierung zur Herausgabe der Stuttgarter Zeitung erhalten hatte. Auf dem Foto ist er der Fünfte von links. Der Mann im dunklen Anzug am rechten Bildrand ist Erich Schairer, Mit­herausgeber der StZ in den Gründungsjahren und einer der einflussreichsten Journalisten und Publizisten seiner Zeit. Und die Frau im hellen Kostüm in der Bildmitte ist Helene Schairer, seine Ehefrau, die die Bedrückungen der NS-Zeit mit ihm durchgestanden hat. Aber eigentlich spielt es für mich keine Rolle, was das Foto wirklich zeigt. Was ich in diesem Bild sehe, ist: ein Aufbruch.