Discounter in Degerloch Letzter Tag bei Lidl

Die Lidl-Filiale an der Epplestraße ist dem Unternehmen zu klein geworden. Darum zieht es sich aus Degerloch zurück. Foto: Lisa Wazulin
Die Lidl-Filiale an der Epplestraße ist dem Unternehmen zu klein geworden. Darum zieht es sich aus Degerloch zurück. Foto: Lisa Wazulin

Für Lidl-Kunden heißt es Abschied nehmen: Am 27. Februar hat der Discounter an der Degerlocher Epplestraße das letzte Mal geöffnet. Der Laden wird zunächst leer stehen, doch es heißt, dass die Firma Tegut einziehen wird.

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Degerloch - Ein großes Schild steht vor dem Eingang. „Wir schließen und belohnen ihre Treue“ heißt es darauf. Eine Wegbeschreibung zu den nächsten Lidl-Filialen weist Kunden aus Degerloch vorsorglich den Weg. Die befinden sich am Fasanenhof und in Stuttgart-Mitte. Am Freitag, 27. Februar, öffnet der Discounter ein letztes Mal seine Türen. Von Rabattaktionen oder Anzeichen für das endgültige Aus keine Spur. Vor der Tür macht sich bei den Kunden Ratlosigkeit breit. Müssen sie in Zukunft wirklich für den Einkauf in die Innenstadt fahren?

Eigentlich läuft der Mietvertrag mit der Discounter-Kette noch bis zum 30. Juni. „Daran hat sich auch nichts geändert“, sagt Hans Mühleisen. Er und sein Bruder Rolf sind als Grundstücksgesellschaft Mühleisen die Eigentümer des Hauses an der Epplestraße 14. Der Supermarkt würde auf eigenen Wunsch früher ausziehen.

Lidl bestätigt das auf Nachfrage: Stand November 2014 plante die Kette die Filiale im Frühjahr zu schließen. „Mit der Schließung am 28. Februar liegen wir damit im geplanten Zeitrahmen“, schreibt das Unternehmen. Bis zum Vertragsende im Sommer würden noch „organisatorische Abwicklungen wie zum Beispiel das Ausräumen und die Übergabe der Filiale vorbereitet“, heißt es. Bis zum Sommer werden die Räume also nicht genutzt.

Die Verkaufsfläche sei zu klein

Als Grund für die Schließung nannte das Unternehmen im vergangenen Herbst, dass die Filiale nicht mehr die Voraussetzungen biete, um den Kunden das gesamte Sortiment anzubieten und einen bequemen Einkauf zu ermöglichen. Das Sortiment sei besonders im Frischebereich breiter als früher, dazu zählen etwa Fleisch oder Backwaren. Der Anspruch der Kunden an die Warenpräsentation sei gleichzeitig gestiegen – in Kombination reiche die Verkaufsfläche nicht mehr aus.

Den Kunden empfiehlt das Unternehmen deshalb, die nächstgelegenen Filialen auf dem Fasanenhof oder in der Blumenstraße in Stuttgart-Mitte zu nutzen. Dort sollen laut Lidl auch alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden.

Ein Nachmieter sei bereits gefunden, verrät Hans Mühleisen, mehr jedoch nicht. Im Herbst deuteten die Eigentümer an, dass die Fläche wieder mit einem ähnlichen Mieter belegt werden soll. Seither wird spekuliert. Besonders der Name Netto ist öfter gefallen. Nun soll klar sein, dass die Firma Tegut der Nachmieter ist. In ihren Supermärkten bietet sie sowohl Produkte zu Discount-Preisen an wie auch solche im mittleren Preissegmet und Bio-Waren.

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