56 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes (DLRG und Malteser Hilfsdienst) sind bis 12. Dezember in Stuttgart im Einsatz. Sie wurden von der Branddirektion Stuttgart angefordert.

Lokales: Mathias Bury (ury)

Stuttgart - Wie sehr sich die Corona-Lage auch in Stuttgart wieder zugespitzt hat, lässt sich daran ablesen, dass seit Montag in der Landeshauptstadt 56 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes tätig sind. Sie kommen je zur Hälfte von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und vom Malteser Hilfsdienst. Angefordert wurden sie durch die Branddirektion Stuttgart in ihrer Funktion als untere Katastrophenschutzbehörde.

Einsatz beim Testen

DLRG-Zugführer Thomas Ruhland begründet den Einsatz der beiden Katastrophenschutzeinheiten in einer Presseerklärung damit, dass „das Gesundheitssystem in Stuttgart mit den steigenden Infektionszahlen an der Belastungsgrenze ist. Die Impfstationen werden dem Ansturm nicht gerecht, die Infektionen steigen massiv und der Bedarf an Schnell- und PCR-Tests explodiert.“

Die Ehrenamtlichen helfen „beim Impfen und Testen“, erklärt Daniel Anand, der Pressesprecher der Branddirektion. Sie seien im Einsatz beim Testen in 17 Stuttgarter Altenpflegeheimen, in acht Impfambulanzen sowie in zwei mobilen Testteams und im Corona-Testzentrum am Cannstatter Wasen.

Ende ist für 12. Dezember terminiert

Der Einsatz ist nur vorübergehend und soll bereits am 12. Dezember wieder enden. Bis dahin sollen neue Mitarbeiter für die Aufgabe eingestellt werden. Thomas Ruhland erklärt dazu, man sei froh, dass der Katastrophenschutz seinen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten könne. Es sei aber auch „eine große Herausforderung, trotz gesetzlicher Grundlage unsere Helfer vom Arbeitsplatz frei zu bekommen“, so Ruhland.