Donald Trumps Haare Grau statt orange – färbt er nicht mehr?

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Was ist nur mit Donald Trumps Haaren passiert? Plötzlich leuchten sie nicht mehr charakteristisch orange. Hat der US-Präsident aufgehört, künstlich nachzuhelfen?

US-Präsident Donald Trump zeigt sich plötzlich deutlich ergraut. Foto: AP/AP 5 Bilder
US-Präsident Donald Trump zeigt sich plötzlich deutlich ergraut. Foto: AP/AP

Washington - Donald Trumps Haare sind ein Mysterium – eines der vielen seiner Präsidentschaft. Sind sie eigentlich sehr lang, kunstvoll um den Kopf gelegt und mit viel Haarspray fixiert, um eine Halbglatze zu kaschieren? Und wie kommen sie zu ihrem orangegelben Ton? Hilft der US-Präsident mit Färbemittel nach? Ganz neue Bilder zeigen Donald Trump aber gar nicht mehr mit seiner ebenso charakteristischen wie unnatürlichen Haarfarbe: Der 74-Jährige trägt plötzlich eher grau als orange.

Prompt fragen sich auf Twitter viele User: Was ist mit Donald Trumps Haaren passiert? „Ist mein Fernseher kaputt, oder hat 45 endlich damit aufgehört, sein Haar in diesem schrecklichen Orange zu färben?“, fragt sich ein Nutzer. Die Zahl 45 bezieht sich darauf, dass Trump der 45. Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten ist.

Ein anderer Nutzer bezeichnet den neuen Look „als beste Entscheidung in dreieinhalb Jahren“.

Andere meinen, Trump kopiere mit dem neuen Look den Stil seines US-demokratischen Herausforderers Joe Biden, um „mehr Glaubwürdigkeit“ zu transportieren.

Sogar das Modemagazin „Vogue“ mutmaßt darüber, was er mit dem „silbrigen Ton“ auf sich haben könnte. Geht es auch dem Präsidenten in Zeiten von Corona nicht anders als dem Otto-Normal-US-Bürger und er hat keine Möglichkeit, zum Friseur zu gehen? Die Historikerin Alexis Coe gab dem Magazin folgende Antwort: „Ich denke, er will den amerikanischen Bürgern die Botschaft vermitteln, dass er ebenfalls leidet. Es geht um den Anschein – Trump versucht, von seiner gefährlichen und manchmal tödlichen Kommunikation über das Coronavirus abzulenken.“

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Damit würde sich Donald Trump ein Vorbild an seinem vermutlich berühmtesten Vorgänger nehmen: Als George Washington 1783 mitten im Unabhängigkeitskrieg steckte, hielt er eine Rede an seine Truppen – dabei musste er eine Brille zur Hilfe nehmen, um die Zeilen zu entziffern. „Gentlemen“, sagte er, „Sie müssen entschuldigen, ich bin nicht nur grau, sondern auch blind geworden, während ich meinem Land diente.“ Dass der 45. Präsident von diesem historischen Vorfall weiß, ist aber zweifelhaft: Donald Trump ist bekanntermaßen nicht sehr interessiert an der Weltgeschichte.




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