Donuts aus Schorndorf Wo üppig dekorierte Geschmacksbomben warten

Bei Dilek Uymaz haben Donut-Fans die Qual der Wahl: Es gibt die amerikanischen Krapfen in zig verschiedenen Varianten. Sogar für Veganer. Foto: Gottfried Stoppel

Dilek und Ali Uymaz haben eine Filiale von Royal Donuts eröffnet. Die Geschwister erzählen vom Geschmack der Kunden – und warum das Luxus-Gebäck trotz der Preise so gut ankommt.

Schorndorf - Die erste Kundin des Tages steht vor der Theke und muss sich sammeln: „Moment, ich bin kurz überfordert“, sagt sie und lacht. Tatsächlich ist die Auslage von Royal Donuts in Schorndorf schlicht überwältigend. Es gibt das Gebäck in nahezu allen Farben, mit und ohne Füllung sowie mit Verzierungen aus Keksen, Süßigkeiten oder Beeren.

 

Weil am Abend ein Deutschlandspiel ansteht, findet sich in der Theke zum Beispiel ein EM-Donut mit Spielfeld-grünem Guss samt rundem Keks in Balloptik. Auf einem anderen Donut lockt ein üppiges Beeren-Knusperkugel-Topping, auf einem weiteren sind Käsekuchen-Stückchen verteilt. Ein ganzes Tablett besteht nur aus Bueno-Donuts, die mit Teilen des Ferrero-Riegels verziert sind.

„Die Schorndorfer lieben diese Donuts“, erzählt die Inhaberin Dilek Uymaz, die es selbst eher schlicht mag: „Ich esse jeden Tag einen Zimt-Zucker-Donut, gefüllt mit Apfelmus.“ Die Mitarbeiterin neben ihr hingegen könnte sich quasi in die Donut-Bomben reinlegen: „Das ist eine Geschmacksexplosion. Die hängen mir noch lange nicht zum Hals raus.“

Der Bruder hat Royal Donuts in Schwäbisch Hall eröffnet

Zusammen mit ihrem Bruder Ali hat Dilek Uymaz Ende Mai das Spezialgeschäft für Fans des amerikanischen Krapfens eröffnet. Royal Donuts ist ein deutsches Franchise-Unternehmen, das vor drei Jahren in Köln gegründet wurde. Die 15. Filiale hat im vergangenen Herbst in Schwäbisch Hall eröffnet, Betreiber ist der jüngste Bruder der Uymaz-Geschwister.

Mit seiner Begeisterung hat er Dilek und Ali Uymaz angesteckt. „Da haben wir uns überlegt, ob wir das nicht auch einfach probieren sollen“, erzählt die 44-Jährige. Weil sie in Filderstadt wohnt und ihr Bruder Ali in Gaildorf, haben sie einen Standort in der Mitte gesucht – und sind so in Schorndorf gelandet.

Eigentlich kommen beide aus ganz anderen Bereichen. Dilek Uymaz ist gelernte Zahnarzthelferin und frisch ausgebildete Altenpflegerin, Ali Uymaz hat als Industriemechaniker gearbeitet. „Aber es macht so viel Spaß, mal etwas ganz anderes zu machen“, sagt er. Beim Bruder haben sie sich schulen lassen. Die Donuts sind fertig gebacken und lagern schockgefroren in großen Truhen. Jeden Morgen werden die schlichten Rohlinge in üppiges Luxusgebäck verwandelt.

„Das ist unsere Nutella-Maschine“, zeigt Dilek Uymaz. Etwa 90 Prozent aller Donuts sind mit der Schokonusscreme gefüllt. Im Vorbereitungsraum stehen verschiedene Soßen und Güsse bereit, hängen große Bilder mit den Vorlagen. Auch eine Pinzette ist greifbar, „für die ganz feinen Arbeiten. Sonst hinterlässt man in dem Schokoguss Abdrücke“, erklärt Dilek Uymaz.

Mittlerweile gibt es weit mehr als 100 Filialen

Und das funktioniert wirklich, ein Laden nur mit Donuts? „Die Geschäfte schießen wie die Pilze aus dem Boden“, berichtet Dilek Uymaz. Weit mehr als 100 Filialen von Royal Donuts gibt es mittlerweile in Deutschland, etwa in Backnang und Schwäbisch Gmünd. „Die Qualität ist einfach gut, wir arbeiten nur mit Originalprodukten, auch wenn es etwas teurer ist“, sagt Dilek Uymaz. Zwischen zwei und 5,50 Euro kosten die Donuts, „aber die Leute bezahlen es.“ Vor allem Kinder und Jugendliche werden von dem Gebäck angezogen. Traditionell laufen die Tage, an denen Mittagsschule ist, am besten.

„Es gibt aber auch eine Familie, die alle paar Tage kommt und sich durch das ganze Sortiment probiert.“ Das könnte allerdings ein kalorienreiches Projekt werden: Insgesamt 120 Sorten hat das Unternehmen Royal Donuts im Programm. Darunter sind auch Donuts für Veganer: „Die sind total glücklich darüber“, sagt Dilek Uymaz, die zudem individuelle Donuts für Hochzeiten oder Geburtstage herstellt.

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Morgens um 6 Uhr kommt die erste Mitarbeiterin, ab 8 Uhr laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit die knapp 500 Donuts bis zur Ladenöffnung um 12 Uhr fertig sind. Im Juli und August beginnt der Verkauf erst um 14 Uhr: „Dafür bleiben wir bis 21 Uhr geöffnet, damit sich Spaziergänger abends noch einen Donut mitnehmen können.“ Dilek und Ali Uymaz haben ihren Schritt bisher keine Sekunde bereut, der Laden sei super angenommen worden: „Wir waren am Dienstag komplett ausverkauft und mussten eine Stunde früher als geplant schließen.“

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