InterviewDrei Fragen an Jo Ambros „Ich bin wie eine Filmmusik“

Von Elisa Beck 

Der Jazzgitarrist Jo Ambros vertont einen Krimi: Am Dienstag, 13. März, begleitet er Gregor Sebergs Lesung aus „Der dritte Mann“ im Rahmen der Stuttgarter Kriminächte.

Jo Ambros ist wie die Filmmusik in „Der dritte Mann“. Foto: Wolf-Peter Steinheißer
Jo Ambros ist wie die Filmmusik in „Der dritte Mann“. Foto: Wolf-Peter Steinheißer

Stuttgart - Musik und Literatur können sich wunderbar ergänzen, findet der Jazzgitarrist Jo Ambros, der bei den Kriminächten auftritt.

Herr Ambros, wohin entführt uns die Kriminacht mit „Der dritte Mann“?
Die gesamte Veranstaltung wird im Kriegsbergtunnel stattfinden. Was genau da passiert, wissen wir selber noch nicht ganz genau – es ist ein bisschen Improvisation, aber Text und Musik sind gesetzt. Der Text ist das tragende Element, ich bin wie eine Filmmusik, die die emotionale Ebene unterstützt und unterstreicht.
Da kommt einem gleich das Zither-Spiel von Anton Karas in den Sinn. Werden Sie sich daran orientieren?
Ich liebe die Zither und würde das auch total gerne können, aber das ist echt schon ein Universum für sich. Die bekannte Titel-Melodie spiele ich auf der akustischen Gitarre, und ich werde die elektrische Gitarre und auch den Tunnel als Hallraum nutzen, um eine neue Soundwelt entstehen zu lassen.
Was halten Sie von der Kombination Literatur und Musik?
Ich finde es ist ein ganz großartiges Format, wenn man beides verbindet. Musik kann nie so konkret sein wie Text, aber sie kann Sachen ausdrücken, die mit Worten nicht unmittelbar übermittelt werden können.