Aufgrund der unsicheren Gaslage haben sich viele Deutsche einen Heizlüfter zugelegt. Der Verkauf steigt deutlich. Doch das bringt andere Schwierigkeiten mit sich. Experten warnen.

Die Gaskrise macht vielen Deutschen im Hinblick auf den Winter sorgen. Was also tun? Kann ein Heizlüfter die Lösung sein? Zumindest ist der Verkauf der strombetriebenen Wärmemacher in Deutschland stark gestiegen. Im ersten halben Jahr 2022 gingen 600.000 Stück über die Ladentheke. Ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte das Marktforschungsunternehmen GfK auf Anfrage des „Tagesspiegel“ mit. 

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Experten warnen bereits vor Stromausfällen, wenn hunderttausende Haushalte im Winter auf diese Geräte setzen sollten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine großflächige Blackout-Situation reinlaufen“, sagte der Leiter des Fachbereichs Erzeugung und Speicherung elektrischer Energie im Verband der Elektrotechnik (VDE), Martin Kleimaier, der Zeitung. 

Der VDE und der Verein des Gas- und Wasserfaches hatten schon am Mittwoch gewarnt, dass Deutschlands Stromversorgung für eine derartige gleichzeitige Zusatzbelastung nicht ausgelegt sei. Da die Heizgeräte einfach an eine Haushaltssteckdose angeschlossen werden, könnten sie - im Gegensatz zu elektrischen Wärmepumpen oder Nachtspeicher-Heizungen - im Falle von drohenden Netzüberlastungen nicht vom Netzbetreiber abgeschaltet werden. Diese Art zu heizen sei zudem sehr teuer.