Drohnenflug über Hauptbahnhof Stuttgart So sieht die S-21-Baustelle von oben aus

Von Jan Sellner 

Der Drohnenpilot Angelo Felchle aus Böblingen hat mit seiner Renndrohne die Stuttgart-21-Bahnhofbaustelle abgeflogen. Das fertige Video sehen Sie hier.

Die S21-Baustelle am Hauptbahnhof Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 2 Bilder
Die S21-Baustelle am Hauptbahnhof Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Das Video kommt per Mail. Dazu der Hinweis: „Wir waren wieder mit den Renndrohnen unterwegs und haben den aktuellen Stand des neuen Bahnhofs auf unserer Art und Weise eingefangen. Beste Grüße Angelo Felchle.“ Wer Angelo Felchle kennt, weiß, jetzt wird’s gleich spektakulär. Ein Klick auf sein Video und los geht’s mit einer Achterbahnfahrt. Quer durch die Baugrube, hoch auf den Bahnhofsturm und wieder runter, das gleiche Manöver bei der alten Eisenbahndirektion, rein in die Tunnelröhren und in eine der Kelchstützen . . . meist rasend schnell, mit bis zu 140 Stundenkilometern. Ein Film nur für Schwindelfreie.

Mit der Drohne weltweit unterwegs

Von Beruf ist Felchle (34) gelernter Webentwickler. Seine Freizeit verbringt er als Drohnenpilot. Das Fliegen mit den filmenden Hightech-Maschinen hat er sich selbst beigebracht – und beherrscht es meisterlich, wie auch bei seinem Auftritt in unserer Innenstadtredaktion während der letztjährigen Stuttgart-Nacht zu sehen war. Mit seinen 2,3 PS-starken Drohnen, deren Flug er durch eine Videobrille verfolgt, war Felchle schon weltweit bei Drohnen-Wettbewerben und -rennen unterwegs: Chinesische Mauer, Champs-Elysées – jetzt die Stuttgart-21-Baustelle. Schon einmal hat er den künftigen Tiefbahnhof auf Anfrage der Deutschen Bahn „auf seine Art und Weise eingefangen“. Nämlich wie ein Vogel – gemeinsam mit dem befreundeten Drohnenpiloten Phil Freybott, mit dem er die Website cinequads.com betreibt und diese mit aufsehenerregenden Filmen befüllt.

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Fünf Stunden Videomaterial für zweieinhalb Minuten Film

Über seinen jüngsten – unentgeltlichen – S21-Flug sagt Felchle: „Wir haben für das Video sehr großen Aufwand für betrieben.“ Es ist das zweieinhalbminütige Ergebnis aus fünf Stunden Videomaterial. Der Flug selbst war eine Herausforderung, allein schon aufgrund der vielen Beschränkungen, die einzuhalten waren. Aber auch wegen der Baustellensituation selbst. Felchle musste seine Renndrohne an Kabeln und Eisenstangen vorbei bugsieren. Es ist ihm gelungen. Unfallfrei.

 

 

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