Ein Besuch bei Stiftung Warentest Wo sogar der Staub genormt ist

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Ob Smartphone, Waschmaschine, Olivenöl oder Haftpflichtversicherung – es gibt kaum ein Produkt, das die Stiftung Warentest noch nicht unter die Lupe genommen hat. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie penibel die Tester arbeiten.

Ob Waschmaschinen oder Staubsauger – die Prüfer von Stiftung Warentest testen nicht nur Haushaltsgeräte oft strenger als der Gesetzgeber. Foto: Stiftung Warentest/VDE/Piotr Ban
Ob Waschmaschinen oder Staubsauger – die Prüfer von Stiftung Warentest testen nicht nur Haushaltsgeräte oft strenger als der Gesetzgeber. Foto: Stiftung Warentest/VDE/Piotr Ban

Stuttgart - Mit stoischem Gleichmaß schiebt die Maschine die Saugdüse über den roten Teppich. Fünf mal von rechts nach links und wieder zurück. Für den Einsatz in einem durchschnittlichen Wohnzimmer ist die Apparatur allerdings etwas sperrig. Doch es geht hier nicht um die Entwicklung autonomer Haushaltshelfer, die ohne unser Zutun sauber machen, sondern darum, wie gründlich Staubsauger unterschiedlicher Hersteller arbeiten. Damit es bei diesem Vergleich fair zugeht, wird einiger Aufwand betrieben. Das fängt schon beim Dreck an, den es aus dem Teppich zu holen gilt. Auf dem Tisch stehen Glasgefäße mit vier verschiedenen Stäuben. Besonders häufig kommt der Prüfstaub Typ 8 des Herstellers DMT zum Einsatz, dessen Zusammensetzung und Körnung selbstredend durch eine DIN-Norm geregelt sind. Das Kilo kostet je nach Bestellmenge zwischen 79 und 145 Euro. Vor jedem Durchgang wird eine festgelegte Staubmenge – zum Beispiel 20 Gramm – in den Boden eingearbeitet. Nach dem Test kommen Staubbeutel oder -behälter auf die Waage, um die eingesaugte Staubmenge zu bestimmen. Auch der Teppich muss einheitlich sein. Kommen mehrere Stücke zum Einsatz, soll die Wolle sogar von derselben Schafherde stammen.