Ein Fußballer des TV Oeffingen will nach oben Drago Durcevic vor Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern

Drago Durcevic (rechts) Foto: Patricia Sigerist
Drago Durcevic (rechts) Foto: Patricia Sigerist

Der Angreifer des TV Oeffingen, Toptorjäger der Landesliga, will von Juli an in der Pfalz Fußball spielen. Drago Durcevic soll die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern in der Oberliga bereichern.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Oeffingen - Es war der bis dahin letzte Auftritt in der Staffel 1 der Landesliga, für die Fußballer des TV Oeffingen eine willkommene Gelegenheit, dem Tabellenführer die erste Niederlage beizubringen. Die Mannschaft um den Trainer Haris Krak setzte sich am 28. Oktober des vergangenen Jahres nach sehenswerter Vorstellung mit 3:1 über den SV Breuningsweiler hinweg. Ihre Klasseform durfte sie nach jenem Mittwochabend im Herbst nicht weiter präsentieren. Seither passiert nichts mehr im Ligageschehen. Die heimtückische Corona-Seuche hat auch dem Amateurfußball einen neuerlichen Stillstand verordnet. Die Saison ist immer noch ausgesetzt; ob die Bemühungen in den Wochen nach Ostern noch einmal aufgenommen werden, ist trotz der jüngsten Lockerungen sehr die Frage. Einer allerdings wird nicht mehr dabei sein, wenn sich die Spieler des TV Oeffingen nunmehr wieder öfter treffen. Adrian Heinle, 21, hat sich Anfang des Jahres zum Studium in Richtung USA verabschiedet. Ein weiterer Angreifer des Ligasechsten, ebenfalls 21, wird sich nach Lage der Dinge im Sommer einer neuen Herausforderung stellen. Drago Durcevic, der Toptorjäger der Landesliga, sieht einem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern entgegen.

Drago Durcevic traf in zehn Landesliga-Spielen zwölfmal

Drago Durcevic hat von August bis Oktober 2020 ein offensivstarkes Team mit reichlich Abschlussqualität versehen. In den zehn Begegnungen, die der TV Oeffingen jenen auch schon wieder von der Pandemie beeinträchtigten Saisonwochen abtrotzen konnte, traf der Neue im Sturmzentrum zwölfmal. „Die Tore sprechen für Drago“, sagt Haris Krak. Und einer, der den Ball ohne Unterlass dem Netz zuführt, bleibt auch auf höherem Niveau nicht verborgen. Drago Durcevic war in diesem ersten Quartal 2021 über mehrere Tage hinweg Trainingsgast beim 1. FC Kaiserslautern. Die abstiegsgefährdeten Drittliga-Profis in der Pfalz durften – Spitzensport war in diesem Lockdown stets gestattet – trainieren. Drago Durcevic muss einen ganz guten Eindruck hinterlassen haben. Dem Vernehmen nach soll er beim Traditionsklub auf dem Betzenberg, viermal deutscher Meister (1951, 1953, 1991 und 1998), von Sommer an mit seiner Handlungsschnelligkeit zunächst die zweite Vertretung in der Oberliga bereichern. „Drago hat eine positive Rückmeldung erhalten“, sagt Haris Krak und fügt hinzu: „Wir dürfen doch stolz darauf sein, wenn ein Spieler vom TV Oeffingen solch eine Aufmerksamkeit bekommt.“

Haris Krak ist der Mentor des jungen Aufsteigers

Der Langzeittrainer ist auf dem Tennwengert der Mentor des jungen Aufsteigers. Drago Durcevic kommt wie Haris Krak aus Bosnien-Herzegowina. In der Heimat trat er als junger Kerl für den Zweitligisten HNK Orasje an. Anfang 2020 traf er bei Croatia Stuttgart ein, Mitte 2020 beim TV Oeffingen. „Er hat sich in jedem Training verbessert“, sagt Haris Krak. Der Lohn dafür waren Tore. Jede Menge Tore. Einmal, beim 6:2-Erfolg in Löchgau, beförderte Drago Durcevic den Ball dreimal hinter den gegnerischen Schlussmann – Sven Altmann verbrachte einen eher unerfreulichen Nachmittag.

In ein paar Monaten wird sich der Schnellschütze aller Voraussicht nach von der Landes- in die Oberliga verbessern. „Er will im Fußballsport noch etwas erreichen“, sagt Haris Krak, der rund um die Wechselchance zahlreiche Gespräche mit dem jungen Landsmann geführt hat. Sollte die aktuelle Runde doch fortgesetzt werden, wird Drago Durcevic im Frühling noch für den TV Oeffingen auflaufen. Andernfalls bleibt der bis dahin letzte Auftritt in der Staffel 1 der Landesliga, der ihm und seinen Teamgefährten am 28. Oktober einen 3:1-Erfolg gegen den Tabellenführer SV Breuningsweiler eintrug, wohl auch sein letzter im Oeffinger Trikot.




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