Eishockey in Degerloch Masterplan mit dickem Ausrufezeichen

Von Frank Pfauth 

In der demnächst beginnenden Saison 2016/17 wollen die Stuttgart Rebels mehr erreichen als in der jüngeren Vergangenheit. Langfristig hoffen sie so auch auf mehr Besucher auf der Waldau.

Die Stuttgart Rebels und ihr Cheftrainer Philipp Hodul wollen in der neuen Saison auf jeden Fall die Play-offs erreichen. Foto: Archiv Yavuz Dural
Die Stuttgart Rebels und ihr Cheftrainer Philipp Hodul wollen in der neuen Saison auf jeden Fall die Play-offs erreichen. Foto: Archiv Yavuz Dural

Degerloch - Nach einem zuletzt unbefriedigenden sechsten Rang in der Eishockey-Regionalliga Südwest wollen die Stuttgart Rebels in der am 23. September beginnenden Saison 2016/17 diesmal mehr erreichen – beim Heimauftakt der Degerlocher (20 Uhr) gastiert die zweite Mannschaft des Zweitligisten EV Ravensburg in der Eiswelt. Aufwärts gehen soll es heuer beim Viertligisten von der Waldau jedoch nicht nur, was die sportliche Zielsetzung betrifft, sondern auch mit dem eigenen Zuschauerschnitt: „Die Teilnahme an den Play-offs muss in dieser Runde definitiv unser Ziel sein“, betont Wolfgang Krause, der Vereinsvorsitzende des Stuttgarter EC. Er fügt an: „Und das dürfen Sie gerne mit einem dicken Ausrufezeichen verstanden wissen.“ Der Masterplan lautet: Gelingt dem Team von Cheftrainer Philipp Hodul in dessen zweitem Amtsjahr mit den Rebels eine Steigerung auf dem Eis, sollte sich das parallel dazu auch auf die Besucherzahl bei den Heimauftritten auswirken.

Das Eiszeichnen ist erledigt

Während die Verbandsverantwortlichen derzeit noch am endgültigen Spielplan für die neue Runde basteln, sind jedoch auch die Akteure auf der Waldau alles andere als untätig. So hat in den vergangenen Tagen in der Eiswelt bereits das Eiszeichnen stattgefunden, bei welchem nicht nur die Spielflächenkennzeichnung, sondern auch die Logos und Werbepartner verewigt worden sind. Deshalb haben die Aktiven ihre Trainingseinheiten momentan ins Grüne verlegt, ehe sie der 25-jährige Chefcoach Hodul in gut einer Woche wieder zur schweißtreibenden Saisonvorbereitung in der heimischen Arena begrüßen wird.

Das bislang einzige offizielle Testspiel steigt am Freitag, 9. September (20 Uhr). Die Rebels gastieren dann im Ellental beim Ligakonkurrenten SC Bietigheim-Bissingen II, den kleinen Steelers. Doch auch hinter den Kulissen hat sich beim Waldau-Club in den vergangenen Wochen einiges getan. So ist seit Kurzem die neue Internetseite unter www.rebels-stuttgart.com online, von der sich der SEC-Vereinsboss nicht zuletzt auch einen besseren Service für die Fans verspricht. Auch vom bisherigen Dauerkarten-Vorverkauf zeigt sich Krause angetan. „Stand jetzt haben wir schon deutlich mehr Ticketbestellungen vorliegen als in der vergangenen Saison“, sagt er und hofft, den eigenen Zuschauerschnitt mittelfristig auf mindestens 400 Besucher bei den Heimspielen anheben zu können.

Einen sportlichen Absteiger wird es nicht geben

Etwaige Abstiegssorgen müssen sich die Herren Krause und Hodul ungeachtet ihrer gesteigerten Zielsetzungen allerdings auch in dieser Runde keine machen, da es in dem weiterhin insgesamt nur neun Mannschaften umfassenden Klassement wie zuletzt schon keinen sportlichen Absteiger geben wird. Wie gehabt ermitteln die vier besten Teams nach der 1,5-fachen Vorrunde in einer finalen Play-off-Endrunde (Modus: best of three) den neuen Regionalligameister. Ob dieser den damit verbundenen Aufstieg in die drittklassige Oberliga wahrnehmen wird? Abwarten. Im Unterschied zur vorigen Saison verabschieden sich die restlichen fünf Mannschaften diesmal nach dem Ende der Punktspielrunde aber nicht in die Sommerpause, sondern tragen anschließend noch eine Pokalrunde im Modus „Jeder gegen jeden“ aus.

Dass die Rebels-Verantwortlichen auf dieses Trostpflaster nur zu gerne verzichten wollen, ist sonnenklar. Stichwort „dickes Ausrufezeichen“!

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