Eishockey-WM Torhüter Greiss mit Instagram-Like für Hitler-Clinton-Vergleich

Von red/sid 

Große Aufregung um den deutschen Torhüter Thomas Greiss bei der Eishockey-WM. Bei Instragram gefielen ihm unter anderem kritische Tweets zu Adolf Hitler und Donald Trump. Beide Male im Visier: Hillary Clinton.

Eishockey-Torhüter Thomas Greiss. Foto: AFP
Eishockey-Torhüter Thomas Greiss. Foto: AFP

Köln - Fragwürdige Instagram-Likes des deutschen Eishockey-Nationaltorwarts Thomas Greiss sorgen bei der Eishockey-WM in Köln für Aufregung. Wie der Deutschlandfunk aufdeckte, gefiel dem NHL-Goalie der New York Islanders, der seit mehreren Jahren in den USA lebt, ein Post mit einem Vergleich der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler.

„Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary“, heißt es in einem Post, der ein Bild Hitlers zeigt. Greiss gab sein „Like“, mittlerweile hat er es wieder zurückgezogen. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) teilte mit: „Wir haben das Gespräch mit Thomas Greiss bezüglich seiner Instagram-Likes gesucht. Thomas Greiss hat die Bilder wieder entliked.“

Greiss gefällt Instagram-Post, bei Trump Clinton den Kopf abtrennt

Der 31-Jährige hatte unter anderem auch unter eine Fotomontage des jetzigen US-Präsidenten Donald Trump mit einem Schwert in der einen und dem abgeschlagenen Kopf von Hillary Clinton in der anderen Hand ein „Gefällt mir“ gesetzt.

Der DEB erklärte, das Social-Media-Verhalten seines Torhüters sei ihm „mit Einschränkungen bewusst“. Er sei „als Verband politisch neutral und maßt sich daher als öffentliche Institution nicht an, die Meinungsfreiheit der Spieler zu beeinflussen“.

Greiss, der in den ersten drei Vorrundenspielen der DEB-Auswahl im Tor stand und beim 3:2 nach Penaltyschießen in der vierten Partie gegen die Slowakei nach zehn Minuten angeschlagen ausgewechselt wurde, muss offenbar keine Folgen fürchten. „Sein Verhalten in Bezug auf die vergangenen Instagram-Likes, die nun wieder entliked sind, hat für seine Position als Spieler der deutschen Nationalmannschaft keine Konsequenzen“, teilte der DEB mit.