Eisweinlese am Söhrenberg 280 Liter zuckersüße Weinspezialität

Gut zwei Stunden lang hat die Eisweinlese am Söhrenberg gedauert. Foto: Gottfried Stoppel
Gut zwei Stunden lang hat die Eisweinlese am Söhrenberg gedauert. Foto: Gottfried Stoppel

Das Jahr 2018 ist zwar vorbei, aber der letzte 18er kommt im Schwaikheimer Weingut Maier erst jetzt in den Keller – Eiswein vom Rieslingweinberg am Waiblnger Söhrenberg.

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Weinlese - Morgens um Vier sind sie aufgestanden, die Helfer bei der Eisweinlese – in eiskalter Frühe. Nun ja, sagt der Schwaikheimer Wengerter Michael Maier, mit minus 7,2 Grad Celsius habe es gerade so gereicht, denn die minus sieben gelten als oberes Limit für ausreichend gefrorene Beeren. Aber knackige zehn oder zwölf Grad unter Null seien in nächster Zeit nicht in Sicht gewesen – und so langsam müssten die Beeren jetzt rein – so ziemlich die letzten, die trundum noch gehängt sind. Die Zeiten würden schwieriger für Eiswein. Denn vor Weihnachten brauche man nicht mehr auf ausreichend eiskalte Nächte zu hoffen – „diese Zeiten sind vorbei“, sagt der Wengerter.

280 Liter mit gut 125 Grad Oechsle Mostgewicht

Um fünf Uhr war Lesestart im Rieslingwengert am Waiblinger Söhrenberg, kurz nach Sieben waren alle Trauben in den Kisten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, sagt Maier. Den Mindestwert für Eiswein habe man mit einem Mostgewicht von gut 125 Grad Oechsle zwar nur knapp überschritten. Aber dafür ist die Menge an künftigem Edeltropfen mit 280 Litern stattlich. „Ich bin froh, dass es so viel geworden ist“, sagt Maier, der die auf den etwa 14 Ar hängen gebliebenen Trauben extra eingenetzt und mit Folie geschützt hatte. „Das schmeckt gut – Oechsle pur“, sagt er zu dem, was vergleichsweise gemächlich aus der Presse getropft ist: „Wir sind sehr zufrieden, jetzt müssen wir schauen, was im Keller draus wird.“

Trockenbeerenauslese mit 304 Grad Oechsle

Den absoluten Oechslerekord fürs gesamte Anbaugebiet Württemberg hat in Stetten Moritz Haidle bereits Mitte November präsentiert. Er hat eine Trockenbeerenauslese – ebenfalls vom Riesling – mit phänomenalen 304 Grad Oechsle in den Keller gebracht. Den bundesweiten Rekord hält momentan Haidles Freund Matthias Knebel mit einem Tropfen, bei dem 384 Oechslegrade gemessen wurden.




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