EM 2021 in Rom Italien souveräner Gruppenerster – auch Wales weiter

Unbändiger Jubel bei den Italienern – der dritte Sieg im dritten Spiel. Foto: dpa/Alberto Lingria 12 Bilder
Unbändiger Jubel bei den Italienern – der dritte Sieg im dritten Spiel. Foto: dpa/Alberto Lingria

In Rom jubeln am Ende sowohl Italien als auch Wales. Durch das knappe 1:0 holt sich die Squadra Azzurra den Gruppensieg – während das Team um Superstar Gareth Bale auf Platz zwei landet.

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Rom - EM-Titelanwärter Italien hat sich auch mit einer besseren B-Elf souverän den Gruppensieg gesichert und seine starke Form vor dem Start der K.o.-Phase erneut unter Beweis gestellt. Gegen extrem defensive Waliser, die trotz der Niederlage als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einzogen, setzte sich die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini am Sonntag in Rom mit 1:0 (1:0) durch. Der viermalige Fußball-Weltmeister blieb damit im 30. Spiel in Serie ungeschlagen und stellte den italienischen Uralt-Rekord aus den 30er Jahren ein. Aktuell steht Italien bei elf Siegen in Serie mit 32:0 Toren.

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Die Azzurri bekommen es nach ihrer perfekten Gruppenphase mit drei Siegen am Samstag im Londoner Wembley-Stadion mit Österreich oder der Ukraine zu tun. Wales trifft als Gruppenzweiter am gleichen Tag in Amsterdam auf den Zweiten der Gruppe B mit Belgien, Russland, Finnland und Dänemark. Matteo Pessina, einer von acht Neuen in Italiens Startelf, entschied die Partie vor 14 400 Zuschauern in Rom mit seinem Tor in der 39. Minute. Zehn Minuten nach der Pause sah der Waliser Ethan Ampadu für ein Foul im Mittelfeld die Rote Karte.

Italiens Trainer Mancini hatte seine Anfangsformation nach dem 3:0 gegen die Schweiz radikal umgebaut. Mittelfeldstar Marco Verratti (Paris Saint-Germain) gab sein Comeback nach einer Knieverletzung. Kapitän Giorgio Chiellini (Oberschenkelblessur) stand nicht im Kader. Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile und Mittelfeldmann Manuel Locatelli, die bei diesem Turnier schon je zweimal getroffen haben, saßen auf der Bank. Spielerisch überlegen waren die Azzurri aber trotz der großen Rotation.

Italien im dritten Spiel ein wenig reservierter

An den begeisternden Offensiv-Fußball, den sie in den ersten beiden Partien gezeigt hatten, konnten die Italiener zwar nicht anknüpfen. Nach und nach fanden sie gegen extrem biedere Waliser aber immer besser ins Spiel. Für die größte Gefahr in der ersten halben Stunde sorgten Außenverteidiger Rafael Toloi mit einem abgefälschten Schuss aus dem Rückraum (17.) und Stürmer Andrea Belotti, dessen Versuch aus spitzem Winkel links am Tor vorbeirauschte (24.).

Die Waliser beschränkten sich bei extremer Schwüle und Temperaturen um die 30 Grad Celsius weitgehend auf die Abwehrarbeit und überließen den Ball dem Gegner. Daran änderte auch die frühe 2:0-Führung von Verfolger Schweiz im Parallelspiel gegen die Türkei nichts. Einmal wurden die Gäste nach einer Ecke sogar selbst gefährlich, Verteidiger Chris Gunter köpfte aber knapp am Tor vorbei (27.).

Gareth Bale mit der großen Ausgleichschance

Auf der Gegenseite machte es Italien bei einer Standardsituation dann besser. Einen Freistoß von Verratti aus dem rechten Halbfeld verlängerte Pessina mit dem rechten Fuß gekonnt ins linke untere Eck. Es war die verdiente Führung für den Europameister von 1968, der zuletzt vor 21 Jahren alle drei Vorrundenspiele bei einer EM gewonnen hatte. Damals verloren die Italiener erst im Finale gegen Frankreich.

Auch nach der Pause blieben ruhende Bälle ein gefragtes Mittel: Italiens Federico Bernardeschi hämmerte einen Freistoß aus knapp 30 Metern an den linken Pfosten (53.). Zwei Minuten später schwächten sich die Waliser selbst: Der frühere Leipziger Ampadu sah für einen Tritt gegen Bernardeschi vom rumänischen Schiedsrichter Ovidiu Alin Hategan glatt Rot. In der Folge kam von den Walisern offensiv noch weniger. Italien hätte sogar noch erhöhen können - wie bei einer guten Chance durch Belotti nach einem Konter (65.). Erst 15 Minuten vor Schluss wurde dann der weitgehend blasse Superstar der Gäste, Gareth Bale, nochmal gefährlich und schoss freistehend über das Tor.




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