Energiewende in drei katholischen Kirchen St. Franziskus erhält ein Solardach
Die katholische Kirche in Stuttgart will klimaneutral werden. In Obertürkheim ist es das dritte Gotteshaus, welches eine Photovoltaikanlage erhält. Zudem eine Wärmepumpe.
Die katholische Kirche in Stuttgart will klimaneutral werden. In Obertürkheim ist es das dritte Gotteshaus, welches eine Photovoltaikanlage erhält. Zudem eine Wärmepumpe.
Das Dach der katholischen Kirche St. Franziskus in Obertürkheim muss saniert werden und erhält Solarzellen. Auch stellt die Gemeinde ihre Heizungsanlage auf eine Wärmepumpe um.
Es ist die dritte Kirche in Stuttgart, die ein Solardach erhält: Zuvor hatten St. Michael in Sillenbuch und St. Hedwig in Möhringen auf deren Dächern eine Photovoltaikanlage bekommen. „Die Arbeiten an St. Franziskus haben schon mit dem Gerüstbau begonnen“, erklärt Nicole Höfle, die Sprecherin des Katholischen Stadtdekanats. Am Kirchturm werde ab Juni und Juli gearbeitet. Dann gehe es am Hauptschiff weiter. „Wenn alles nach Plan läuft, schafft es die Gemeinde, schon Ende diesen Jahres, klimaneutral zu sein“, sagt die gewählte Vorsitzende von St. Franziskus, Andrea Pachner. Die grüne Bauordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart habe diesen Schritt möglich gemacht und weil die Kirche nicht denkmalgeschützt sei. Die Kirchengemeinde betreibt die Photovoltaikanlage mit der BürgerEnergie Stuttgart eG zusammen. Letztere kümmert sich um Installation, Wartung und Einspeisung ins Netz.
Die Solaranlage werde mehr Strom erzeugen, als die Gemeinde verbrauche. Deshalb wird noch Strom abgegeben: „Wir leisten unseren Beitrag zu den erneuerbaren Energien. Wir speisen den Strom für Obertürkheim ins Netz ein“, so Pachner.
Die gesamte Außensanierung samt Wechsel der Heizanlage mit Wärmepumpe kostet rund eine Million Euro. Außensanierung und der Wechsel der Heizanlage sollen größtenteils Ende Oktober abgeschlossen sein. Die Gemeinde muss einen Teil der Kosten für die Dachsanierung, die Heizungsumstellung und die Umbauten im Gemeindezentrum selbst aufbringen. Zur Finanzierung wirbt die Gemeinde um Spenden.
Denn: Auch im Gemeindezentrum stehen Umbauten an. Deshalb gibt es Fundraising- und Benefizaktionen. Nach zwei Benefizkonzerten ist eine Ausstellung mit Karikaturen zum Klimawandel unter dem Titel „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ in der Kirche St. Franziskus geplant. Die Eröffnung ist am Freitag, 30. Juni, die Finissage am Sonntag, 23. Juli. Die Schau ist von dem Hilfswerk Renovabis konzipiert und zeigt internationale Karikaturen zum Thema Klimawandel.
Zu sehen ist die Ausstellung in St. Franziskus vom 1. bis 23. Juli immer dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr, Ebniseestraße 12.