Die Polizei nimmt nach schweren Ausschreitungen in der Erstaufnahmeeinrichtung von Freiburg neun Personen vorläufig fest. Worum geht es?

Nach schweren Ausschreitungen in der Freiburger Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) hat die Polizei neun Verdächtige vorläufig festgenommen und in Gewahrsam genommen. Bei den Vorfällen wurden acht Menschen verletzt, wie die Polizei am Montag berichtete. Es werde aber niemand mehr im Krankenhaus behandelt, ergänzte ein Sprecher am Nachmittag. Polizeibeamte seien bei den Krawallen nicht zu Schaden gekommen.

Es gab in der Einrichtung am Sonntag und Montag insgesamt fünf Einsätze, hieß es in einer Mitteilung. Am Sonntag gingen rund 40 Menschen mehrfach mit Gegenständen und Messern aufeinander los. Drei Menschen wurden dabei in Gewahrsam genommen – gegen sie werde nun unter anderem wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

Am Montag lösten dann zwei Heimbewohner mit Brandmeldern einen größeren Feuerwehreinsatz aus. Die betrunkenen Männer waren demnach mit einem Messer bewaffnet und wehrten sich gegen ihre vorläufige Festnahme. Bei einem weiteren Einsatz, der von Mitarbeitern der LEA wegen einer Bedrohungslage ausgelöst wurde, wurden vier weitere Verdächtige in Gewahrsam genommen.