Erstes Fotobuch von Ballettstar Roman Novitzky „Der tanzende Blick“ wird am 15. Juli präsentiert

Von red 

Spitzentänzer, Choreograf und Fotograf: Roman Novitzky, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, ist dreifach erfolgreich. Am 15. Juli wird das Buch „Der tanzende Blick. Roman Novitzkys Stuttgarter Ballett“ präsentiert.

Hat allen Grund, um zu schweben: Tänzer, Choreograf und Fotograf Roman Nowitzky Foto: Steffen Schmid 7 Bilder
Hat allen Grund, um zu schweben: Tänzer, Choreograf und Fotograf Roman Nowitzky Foto: Steffen Schmid

Stuttgart - Schwerelosigkeit, Grazie, Emotionen – die Fotos von Roman Novitzky offenbaren das ganze Vokabular des Tanzes. Mit seiner Kamera fängt der Erste Solist des Stuttgarter Balletts nicht nur verborgene Momente in der Probe oder von der Seitenbühne ein, er öffnet dem Betrachter die Tür zu einem eigenen Kosmos aus Schweiß und Anspannung, Zweifel und Euphorie.

Der Ausstellungspremiere folgt die Buchpremiere

Unter dem Titel „Der tanzende Blick. ­Roman Novitzkys Stuttgarter Blick“ präsentierte die Ruoff-Stiftung in Nürtingen jüngst die erste umfassende Ausstellung zum fotografischen Schaffen Novitzkys. Die Schau begeisterte offenbar nicht nur das Publikum. „Der tanzende Blick“ ist nun auch in Buchform zu erleben – präsentiert wird der Band (96 Seiten, 16 Euro), der in der Edition Cantz erscheint, an diesem Sonntag, 15. Juli, um 12 Uhr im Schauspielhaus ­Stuttgart. Um 13 Uhr beginnt im Schauspielhaus die „One-Man-Show von und mit Reid Anderson“ .

Reid Andersons großes Lob

„Tänzer, Choreograf, Fotograf – es kommt ganz selten vor, dass jemand in all diesen Bereichen talentiert ist“, sagt Reid Anderson, Intendant des Stuttgarter Balletts. „In der Welt des Musicals“, so Anderson weiter, der nach 22 Jahren an der Spitze des Stuttgarter Balletts am 22, Juli mit einem Gakaabend seinen Abschied nimmt, „würde man so jemanden einen ,triple ­threat’ nennen – jemand, der sehr gut singen, ­tanzen und schauspielern und vor allem die ganze Show zusammenhalten kann.“ Und Reid Anderson präzisiert: „So einer ist ­Roman Novitzky. Er ist immer bereit, hart zu arbeiten, willig, alles auszuprobieren und hat dann auch noch das Talent, das Wissen, den Instinkt und vor allem die notwendige Demut, seine Arbeit – egal in welchem Bereich – erfolgreich durchzuführen. Das ist ziemlich einzigartig!“

Besondere Momente

Roman Novitzkys erste Monografie umfasst mehr als 60 Fotos aus dem Ballettsaal, der Garderobe und von Gastspielen. Sein wachsames Auge erfasst einzigartige Momente. Zugleich beleuchtet Novitzky die großen Emotionen von John Crankos „Onegin“ und zeigt mit der Serie „Nachtstücke“ den energetischen, geheimnisumwobenen Tanz im Halbdunkel.

„Kostbare Stimmung“

Er porträtiert sowohl die Großen des Stuttgarter Balletts wie Sue-Jin Kang, Alicia Amatriain, Jason Reilly und Friedemann Vogel, als auch die nächste Generation im Corps de ballet. Novitzky, skizziert Andrea Kachelrieß, Ballettkritikerin unserer Zeitung, „fängt ­Momente ein, die sich ohne seine Kamera ­sofort verflüchtigen würden. Sie geben ­seinen Bildern eine besondere, kostbare Stimmung“.

Seit 2009 in Stuttgart

Der in Bratislava geborene Erste Solist tanzt seit 2009 beim Stuttgarter Ballett, seit rund sechs Jahren begleitet er den Tanz auch hinter der Kamera. Daneben etabliert er sich außerdem auch als Choreograph, beginnend mit ersten Stücken im Rahmen des Junge Choreographen-Abend der Noverre-Gesellschaft und zuletzt beim Ballettabend „Die Fantastischen Fünf“.

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