Esnos-Mountainbikestrecke in Esslingen Auf der Enduro-Line geht es hoch hinaus

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Ein neuer Streckenabschnitt an der Esslinger Mountainbikestrecke Esnos ist vor allem Könnern vorbehalten. Der 500 Meter lange zusätzliche Abschnitt bietet sieben Sprünge, hohes Tempo und enge Kurven.

Spektakuläre Sprünge bietet die  neue Enduro-Line, um die die Esslinger Mountainbikestrecke Esnos erweitert worden ist.Foto: TV Hegensberg/Esnos Foto:  
Spektakuläre Sprünge bietet die neue Enduro-Line, um die die Esslinger Mountainbikestrecke Esnos erweitert worden ist. Foto: TV Hegensberg/Esnos

Esslingen - Für Mountainbiker, die eine Vorliebe für spektakuläre Sprünge und rasante Kurvenkombinationen hegen, haben die Radsportler des Esslinger Vereins TV Hegensberg (TVH) eine neue Attraktion zu bieten. Denn vor wenigen Tagen haben sie eine sogenannte Enduro-Line als Erweiterung ihrer Esnos-Trailstrecke an der Römerstraße zwischen dem Katzenbühl und dem Segelflugplatz eingeweiht. Auf einer Länge von 500 Metern bietet der Abschnitt sieben Sprünge und enge Kurven, was vor allem Fortgeschrittenen vorbehalten sei, sagt Joe Reiser, der Leiter der TVH-Radsportabteilung.

Die Abfahrt ist steiler und schneller

Seit vergangenem Herbst haben die begeisterten Mountainbiker an der Enduro-Line gearbeitet, das Gelände für die Streckenführung vorbereitet und die Sprünge und Kurven modelliert. Der neue Streckenabschnitt zweigt etwa in der Mitte der Hauptlinie des Esnos-Trails ab. Wer dort abbiegt, begibt sich allerdings auf einen Trail, der für Fortgeschrittene und ambitionierte Talente konzipiert wurde, „die eine Herausforderung suchen“, sagt Reiser. Über neues Gelände, steiler und mit höherem Tempo geht es bergab ins Ziel, in dem auch die Hauptstrecke endet. Einfach drauf los zu fahren, empfehle sich nicht, der neue Trail sollte vorher angeschaut und wie eine Slalomstrecke im Wintersport genau studiert werden.

Einen Eindruck von der neuen Enduro-Line vermittelt ein Video der Esnos-Macher:

EsNos Enduro Line Opening *Spendenaktion* from EsNos on Vimeo.

Eine Genehmigung musste Joe Reiser zufolge für die Enduro-Line nicht gesondert beantragt werden. Diese sei schon zusammen mit jener für den seit zwei Jahren existierenden legalen Flowtrail der Esslinger Nordschleife – kurz Esnos – erteilt worden. Dafür hatten die Mountainbiker wahrlich lange gekämpft. Die Initiative war vor gut fünf Jahren aus einer Gruppe von Mountainbikern hervorgegangen, die mit viel Enthusiasmus, aber nicht legal einen Trail am Katzenbühl gebaut hatte. Dieser war von der Stadt aus Naturschutzgründen verboten und unbefahrbar gemacht worden. Daraufhin hatten sich die Biker als Abteilung im TVH organisiert und mit großem Engagement und letztlich erfolgreich um eine genehmigte Strecke bemüht.

Kosten für Baumarbeiten belaufen sich auf 12 000 Euro

Diese zu unterhalten, kostet freilich Geld. Beispielsweise für die Baumpflege, um für die Sicherheit der Trail-Nutzer zu sorgen, die sonst durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste gefährdet werden könnten. Dazu sei der Verein verpflichtet. Und das sei in diesem Jahr besonders teuer geworden, sagt Joe Reiser. Nachdem im März vier Stürme über Esslingen hinweggefegt seien, hätten sich die Kosten für die Baumarbeiten auf rund 12 000 Euro belaufen. Bisher sei der Verein mit den im Budget veranschlagten 7000 Euro jährlich stets zurecht gekommen. Um einen Teil der Kosten aufzubringen, haben die Sportler eine Spendenaktion ins Leben gerufen, für die namhafte Hersteller von Bike-Parts sowie Bike-Magazine Sachpreise zur Verfügung gestellt haben. Wer mehr als 20 Euro spende, nehme an der Verlosung teil, sagt Joe Reiser. Er hofft auf eine rege Beteiligung, schließlich sei die Befahrung der Strecke nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern jedermann gestattet.

Der Abteilungsleiter glaubt, dass die Enduro-Line von Bikern aus der ganzen Region befahren werde. Wenn ein solch anspruchsvoller Abschnitt neu angeboten werde, nehme mancher Sportler „gerne auch eine halbe Stunde Anfahrt mit dem Auto in Kauf“, um diese zu testen.