Esslingen Geld für marode Straßen, Treppen und Fußwege

Beim barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen ist noch viel zu tun. Foto: Pascal Thiel
Beim barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen ist noch viel zu tun. Foto: Pascal Thiel

Die Stadt investiert rund 1,3 Millionen Euro in die Sanierung der Verkehrswege. Nun liegt die Maßnahmenliste vor. Auch Treppen und Fußwege werden saniert.

Region: Kai Holoch (hol)
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Esslingen - Jede Straße muss im Schnitt nach 40 bis 50 Jahren grunderneuert werden. Reine Belagsarbeiten sind nach 15 bis 20 Jahren fällig. Angesichts des großen Straßennetzes in Esslingen ist der Sanierungsbedarf in der Stadt groß. Jetzt hat der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderats festgelegt, welche Straßen, Treppen und Fußwege in diesem Jahr in den Genuss einer Erneuerung kommen – und welche Bushaltestellen barrierefrei gestaltet werden.

Rund 1,3 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt 2016 zur Verfügung. Die Liste, die der Ausschuss jetzt einstimmig verabschiedet hat, umfasst aber Maßnahmen, die – würden sie allesamt in diesem Jahr verwirklicht – zwei Millionen Euro kosten. Die Bauverwaltung setzt darauf, dass sich manche Pläne verzögern könnten. Notfalls werde man einzelne Maßnahmen zeitlich ins kommende Jahr schieben.

Viele Straßen sind in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand

Die mit 350 000 Euro teuerste Maßnahme betrifft die Richard-Hirschmann-Straße zwischen der Blumen- und der Olgastraße in der Innenstadt. Dieser Bereich fällt ebenso in die Schadensklasse 1, also in den Bereich schlechter bis sehr schlechter Zustand, wie die Sulzgrieser Straße zwischen der Kelterstraße und dem Gebäude Hausnummer 107. Für diese Maßnahme sind 150 000 Euro geplant. Der dritte große Brocken mit 170 000 Euro ist die Schorndorfer Straße in Oberesslingen. Das Geld wird für die Restabwicklung der Sanierung aus dem Jahr 2015 benötigt. Das gilt auch für die Stettener Straße in Wäldenbronn (80 000 Euro). 90 000 Euro gibt die Stadt als Zuschuss zur Ausfahrt der Landesstraße Am Ziegelbrunnen in Berkheim. Mit kleineren Beträgen werden die Gollenstraße in Krummenacker, die Zollbergstraße und die Kennenburger Straße bedacht.

Zu den Straßenbaumaßnahmen mit der zweithöchsten Priorität zählt die Kelterstraße in Sulzgries zwischen der Pfarrstraße und der Sulzgrieser Straße. Dort werden 240 000 Euro investiert, um die im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten abschließen zu können. Im Rahmen von Sanierungsarbeiten der Stadtwerke Esslingen werden auch die Breslauer Straße, die Hindenburgstraße und die Rostocker Straße in Oberesslingen, der Hellerweg in Hohenkreuz, der Zollhausweg am Zollberg, und die Albstraße in Berkheim teilweise neu hergerichtet.

210 000 Euro für die Erneuerung der Treppen

Auch bei den Treppen und Fußwegen besteht ein erheblicher Instandhaltungsbedarf. Insgesamt 210 000 Euro sind für die Treppe in der Rotenstraße 15 zur Sonnenhalde in Zell, für das Bauwerk in der Kirchstraße 8 zur Wilhelmstraße ebenfalls in Zell sowie für die Stufen in der Zollbergstraße zum Lichtensteinweg 12 am Zollberg vorgesehen.

Einsteigen will und muss die Stadt auch in den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet. Allerdings werden die vier vorgeschlagenen Maßnahmen an der Mettinger Straße vor der Volkshochschule, am Jägerhaus an der Römerstraße, in Sulzgries auf der Sulzgrieser Straße 105 sowie in der Pliensauvorstadt in der Karl-Pfaff-Straße/Ecke Stuttgarter Straße bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Denn soll die gesetzliche Vorgabe, bis zum Jahr 2022 alle Esslinger Bushaltestellen barrierefrei gestaltet zu haben, auch nur annäherungsweise erfüllt werden, müssen die Anstrengungen in diesem Bereich deutlich erhöht werden.




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