Esslingen Katherine Heigl in der fremden Heimat

Von Theresa Schäfer 

Lange musste Esslingen warten - jetzt kommt Katherine Heigl zu einem Kurzbesuch an den Neckar.

Ihr Versprechen von 2008 löst Katherine Heigl jetzt ein: Am 3. Februar besucht die US-Schauspielerin Esslingen am Neckar. Ihr Großvater mütterlicherseits war 1926 aus dem Schwäbischen in die USA gezogen. Foto: AP 11 Bilder
Ihr Versprechen von 2008 löst Katherine Heigl jetzt ein: Am 3. Februar besucht die US-Schauspielerin Esslingen am Neckar. Ihr Großvater mütterlicherseits war 1926 aus dem Schwäbischen in die USA gezogen. Foto: AP

Esslingen/Stuttgart - Die berühmteste Tochter Esslingens war noch nie da: Sehnsüchtig hat man am Neckar auf Katherine Heigl gewartet, an diesem Freitag kommt die US-amerikanische Schauspielerin mit den schwäbischen Wurzeln nun endlich in die Heimat ihres Großvaters mütterlicherseits, der Esslingen 1926 in Richtung Neue Welt verließ.

Zwar wird Heigls Besuch nur eine 40-minütige Stippvisite mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt sein, die Esslinger dürfte es dennoch freuen. Schon 2008, als Heigl ihre Verbindung ins Schwäbische in einem Interview offenbarte, hatte Oberbürgermeister Jürgen Zieger eine Einladung ausgesprochen.

In Esslingen meldet sich die Produktionsfirma

Über drei Jahre hat es gedauert, bis die Schauspielerin nun eine Filmpremiere nach Deutschland führt. „Im vergangenen Jahr kam überraschend ein Schreiben der Produktionsfirma. Darin hieß es, dass Katherine Heigl den Besuch jetzt gerne wahrmachen würde“, erzählt Esslingens Kulturreferent Peter Kastner.

Kastner hatte damals recherchiert und Heigls Großvater Reinhold Engelhard ausfindig gemacht. 1903 geboren, lebte der Werkzeugmacher bis zu seiner Emigration in der Liststraße in Oberesslingen. Zusammen mit seinem Bruder Hans habe Reinhold in den 1920er Jahren den Entschluss gefasst, in den USA ihr Glück zu suchen, hat Kastner herausgefunden. In Buffalo im Staat New York angekommen, lernte Reinhold Jane kennen und lieben. Reinholds und Janes Tochter Nancy ist die Mutter von Katherine Heigl.

Als er seine Recherche begann, war der Name „Katherine Heigl“ Kastner kein Begriff: „Sie ist wohl eher der jüngeren Generation bekannt.“ Auf den Besuch freut er sich aber trotzdem: „Man trifft schließlich nicht jeden Tag eine der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods“. Entsprechend groß sei auch das Interesse der Medien: „Die Akkreditierungsliste ist lang.“ Und die Esslinger selbst? "Die sind sicher nicht aus dem Häuschen, aber schon gespannt auf 'ihren' Star", glaubt der Kulturreferent.

In Deutschland, um den neuen Film zu bewerben

Die US-Schauspielerin, die mit der vielfach preisgekrönten Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“ bekannt wurde, ist in Deutschland, um ihren neuen Film zu bewerben. „Einmal ist keinmal“ kommt am 19. April in die deutschen Kinos. Heigl, ausnahmsweise mit dunklen Haaren, spielt in dem Streifen eine Detektivin wider Willen.

„Grey’s Anatomy“-Fans lässt indes eine andere Nachricht aufmerken: Offenbar will die 33-Jährige einen zweiten Anlauf in der Serie starten. Laut E!Online soll Heigl schon bei den Produzenten angeklopft haben. 2010 hatte sich die Schauspielerin eine Auszeit genommen, um sich um ihre Adoptivtochter Naleigh kümmern zu können. Das Mädchen aus Korea hatten Heigl und ihr Ehemann Josh Kelley 2009 adoptiert.

 




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