Ex-VfB-Profis triumphieren Weilimdorf-Coach holt mit Poldis Team Titel in der Baller League

Streets United gewinnt die erste Saison der Baller League. Foto: IMAGO/Maximilian Koch

Manuel Fischer sichert sich mit der Mannschaft Streets United den Sieg in der ersten Saison der Kleinfeldliga. Lukas Podolski gewinnt somit als Teammanager seinen eigens gegründeten Wettbewerb.

Lokalsport: Patrick Steinle (pst)

Gut 12 000 Zuschauer im PSD Bank Dome in Düsseldorf besuchten das Final-Four-Turnier der Baller League. Am Ende setzte sich Streets United, das Team des Fußball-Weltmeisters und Gründer der Kleinfeldliga Lukas Podolski sowie der schweizerischen Nationalspielerin Alisha Lehmann, durch. Im Endspiel bezwang Poldis Truppe Calcio Berlin mit 7:5.

 

Dreifacher Torschütze war dabei Manuel Fischer. Der ehemalige Profi des VfB Stuttgart und aktuelle Trainer des Landesligisten TSV Weilimdorf schoss dabei alle seiner Finaltreffer in der sogenannten Galaxy-Primetime. In den letzten drei Minuten der beiden 15-minütigen Halbzeiten gelten besondere Regeln – im Falle des Finals war es das One-on-One. Fischer stand dabei nur einem Gegenspieler gegenüber, beide durften nur aus der eigenen Hälfte abschließen und gegnerische Torschüsse ohne Einwirken der Hände parieren. „Wenn der erste Schuss sitzt, wird es bei den weiteren leichter“, sagt der Stürmer, der am vergangenen Wochenende auch mal wieder in der Fußball-Landesliga auf dem Feld stand.

Bereits an den elf Spieltagen der regulären Saison netzte der ehemalige Futsal-Nationalspieler Fischer mächtig ein, ganze 15 Mal traf er für den Tabellenzweiten. Im Halbfinale ging es für ihn und Streets United dann gegen das Team von Ex-Bundesliga-Profi Hans Sarpei und Online-Streamer HandOfBlood, Eintracht Spandau. „Der Rahmen war brutal, Wahnsinn“, schwärmt der Weilimdorfer Trainer. Auch hier trug sich Fischer in die Torschützenliste ein, anders als der Filderkicker auf der Gegenseite.

Zweiter Ex-VfB-Profi gewinnt mit Streets United die Baller League

Sangar Aziz, Winter-Neuzugang beim Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen, hatte mit seiner Mannschaft das Nachsehen. Besondere Ehre kam Aziz aber zuteil: Er stand zur Wahl des wertvollsten Spielers der Premierensaison, verlor aber gegen Moritz Leitner. Der Mittelfeldmann, der früher für Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart in der Bundesliga aktiv war, war zudem mit 19 Treffern bester Schütze der Spielzeit.

Neben Fischer durfte ein weiterer Ex-VfB-Akteur jubeln. Per Wildcard war nämlich auch Julian Schieber für Streets United auf dem Platz – und stellte seine Treffsicherheit unter Beweis. „Jetzt habe ich mit ihm auch mal noch einen Titel gewonnen“, sagt Fischer schmunzelnd. Mit Schieber spielte er einst schon in der Jugend des schwäbischen Bundesligisten.

Insgesamt sieht Fischer einen Erfolg nach der Premierensaison der Baller League, die online von Zuschauern im sechsstelligen Bereich verfolgt wurde. „Das ist etwas anderes und bringt Kinder dem Fußball wieder näher“, sagt der 34-Jährige, und fügt an: „Mir hat es extrem viel Spaß gemacht.“ Ob er in der kommenden Spielzeit, bei der 14 statt zwölf Teams an den Start gehen sollen, noch dabei ist, bleibe abzuwarten. Den Aufwand, jeden Montag von Stuttgart nach Köln, wo die Hauptsaison stattgefunden hat, zu fahren, gelte es für den Familienvater abzuwägen.

Weitere Themen