Facebook, Google+ & Co. In welchem Netzwerk lebt sich's besser?

Werden Facebook und Google+ die anderen Netzwerke aufsaugen? Thomas H. Kaspar von „Chip Online“ sieht derzeit nur Facebook und Google+ als Global Player. Foto: dpa 7 Bilder
Werden Facebook und Google+ die anderen Netzwerke aufsaugen? Thomas H. Kaspar von „Chip Online“ sieht derzeit nur Facebook und Google+ als Global Player. Foto: dpa

Seit Google+ freigeschaltet ist, stellt sich für viele Nutzer die Frage: Von Facebook zu Google+ wechseln? Wir zeigen die Vor- und Nachteile.

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Stuttgart - Google+ hat in der vergangenen Woche seine Testphase beendet und ist nun für jeden Internetnutzer freigeschaltet. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, doch schon innerhalb weniger Tage sollen sich Millionen von Menschen für den neuen Netzwerkdienst registriert haben. Wer Gmail, den E-Mail-Dienst von Google, schon nutzt, kann sich mit nur wenigen Klicks bei Google+ anmelden.

FACEBOOK

Das Profil

Die persönliche Visitenkarte in sozialen Netzwerken heißt meist Profil. Mit dieser Startseite präsentiert man sich - je nach Einstellung - gleich der gesamten Facebook-Öffentlichkeit oder nur ausgewählten und einzeln bestätigten Freunden. (Bei Facebook wie auch bei allen anderen sozialen Netzwerken kann man erst als angemeldetes Mitglied nach Personen suchen und mit ihnen in Kontakt treten.) Künftig sollen alle Facebook-Mitglieder ihr Profil so ausweiten, dass praktisch ihr ganzer Alltag dokumentiert wird. In der von Facebook-Chef Mark Zuckerberg kürzlich präsentierten Zeitleiste kann man ein großes Startfoto hochladen und darunter dann sämtliche Aktivitäten, persönliche Angaben, Fotos und Statusmeldungen einstellen. Die Vision von Zuckerberg ist, dass jeder die Geschichte seines ganzen Lebens auf einer einzigen Seite als Chronik anlegt.

Freunde verwalten

Um den Überblick nicht zu verlieren, teilt man seine Freunde, Bekannte oder Arbeitskontakte möglichst in unterschiedliche Gruppen ein. Einen Teil der Sortierung übernimmt Facebook ganz automatisch. Haben zum Beispiel zwei Personen die gleiche Schule besucht, dann findet man diese Kontakte zusammengefasst unter dem Namen der Schule in der linken Navigationsspalte unter "Listen". Ganz praktisch - einerseits. Doch auf der anderen Seite weiß Facebook ja doch nicht alles. So kann es sein, dass der Kontakt zum ehemaligen Mitschüler rein beruflicher Natur ist. Dann wird diese Person von Hand in einer anderen Liste hinzugefügt, wo sie für den Nutzer sinnvollerweise hingehört.

Persönliche Nachrichten

Es gibt mittlerweile viele Kanäle, über die man mit seinen Mitmenschen kommunizieren kann. Einer davon läuft über Facebook, wo sich befreundete Mitglieder persönliche Nachrichten zukommen lassen können. Die Entscheidung, ob man sich persönliche Kurznachrichten (SMS) per Handy, eine E-Mail an eine private oder dienstliche Adresse schickt, ob man anruft oder das persönliche Gespräch sucht, stellt sich immer häufiger. Gehört man zu den Nutzern, deren Freunde ohnehin alle bei Facebook registriert und den ganzen Tag online sind, bietet sich dieser Dienst an. Für berufliche Korrespondenz wird dieser Kanal mittlerweile von vielen Firmen schon verboten.

Privatsphäre

Die Standardeinstellungen ändern sich bei Facebook häufig, so dass man als Anwender nicht unbedingt weiß, was gerade der aktuelle Stand ist. In die sichtbaren Bereiche kann man ganz individuell einzelnen Personen Einblick gewähren und ebenso ausgewählten Personen auch verwehren.

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