Falsche Polizeibeamte Zahlreiche Betrugsanrufe in den Kreisen Böblingen und Ludwigsburg

Die Täter wenden zwei beliebte Betrugsmaschen an (Symbolbild). Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Die Täter wenden zwei beliebte Betrugsmaschen an (Symbolbild). Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg registriert über den ganzen Tag hinweg eine Vielzahl von Anrufen falscher Polizeibeamter in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. Doch wie kann man sich schützen?

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Kreis Böblingen - Das Polizeipräsidium Ludwigsburg registriert heute bereits über den ganzen Tag hinweg eine Vielzahl von Anrufen falscher Polizeibeamter in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. Wie ein Polizeipressesprecher auf Anfrage mitteilt, seien sämtliche Städte und Gemeinden in den Kreisen betroffen.

Schockanruf- und Unfallmasche

Die Anrufer wenden gleich zwei bekannte Betrugsmaschen an: Entweder geben sie vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und versuchen am Telefon Auskunft über die Vermögensverhältnisse der Angerufenen zu bekommen. Oder aber sie berichten von einem schweren Verkehrsunfall, den ein naher Verwandter verschuldet hat, der nur durch eine größere Bargeldsumme von einer Inhaftierung verschont werden kann. Wie der Sprecher der Polizei mitteilt, wollen die Betrüger in der Regel Bargeld oder Wertsachen am Wohnort der Angerufenen abholen. Glücklicherweise hätten die Betrüger heute noch keinen Erfolg mit ihren Betrugsmaschen gehabt.

So kann man sich schützen

Die Polizei empfiehlt, niemandem Auskünfte zu den persönlichen Verhältnissen oder dem eigenen Vermögen zu geben – auch nicht, wenn der Anrufer am Telefon Druck ausübt. Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen riefen ohnehin niemals bei Personen zuhause an, um derartige Auskünfte zu erfragen. Außerdem warnt die Polizei davor, Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen auszuhändigen.

Die auf dem Telefon angezeigte Telefonnummer, der angebliche Namen und die angebliche Dienststelle des Anrufers sollte zudem vor dem Beenden des Gesprächs notiert werden. Anschließend solle Kontakt mit der bekannten Polizeidienststelle in der Nähe aufgenommen werden oder der Polizeinotruf 110 gerufen werden.

Anrufer manipulieren die Call ID, sodass es wirkt, als riefe die Polizei an

Was den Betrug häufig glaubwürdiger macht: Die Täter wenden meist das sogenannte „Call ID Spoofing“ an, so die Polizei. Das bedeutet, dass Anrufe unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten Nummer geführt werden – zum Beispiel einer Notrufnummer. So könne es für das Opfer so wirken, als ob der Anrufer von der Polizeidienststelle aus anruft, während der Betrüger in Wirklichkeit jedoch von einem ganz anderen Anschluss anruft.




Unsere Empfehlung für Sie