Faschingssprints in Fellbach Die Siegerinnen sind „stolz wie Butte“
Beim Buttenrennen des Fellbacher Carneval Clubs am Fuße des Kappelbergs nehmen die Teilnehmer den Dauernieselregen mit närrischer Gelassenheit.
Beim Buttenrennen des Fellbacher Carneval Clubs am Fuße des Kappelbergs nehmen die Teilnehmer den Dauernieselregen mit närrischer Gelassenheit.
Als die „Buttenflitzer“ Anja Joseph, Catherin Münch und Miri Breuer nach 1:22,68 Minuten im Ziel waren, wussten sie zwar, dass sie flott im Parcours unterwegs gewesen waren, aber nicht, dass sie am Ende die Schnellsten sein würden. „Das Schwierigste war, die Flaschen mit Ploppverschluss auf- und zuzumachen, denn die sind einem aus der Hand gerutscht“, sagte Anja Joseph.
Es dauerte, bis feststand, dass die drei Frauen, vom gastgebenden Fellbacher Carneval Club (FCC), die fast jedes Jahr dabei sind, den Sieg beim 6. närrischen Buttenrennen am Freitag an der neuen Kelter davon getragen hatten. „Wir sind stolz wie Butte“, sagte Catherin Münch mit einem strahlenden Siegerlächeln.
Die äußeren Bedingungen waren nicht die allerbesten. Doch die Teilnehmer von der Freiwilligen Feuerwehr Fellbach, die das Rennen in den Vorjahren schon einige Male für sich hatten entscheiden können, von der DLRG oder der Verwaltung nahmen den Nieselregen mit närrischer Gelassenheit. Die Veranstalter suchten derweil das Risiko für die Starter zu minimieren. Die durchnässten und rutschigen Paletten, die als erstes Hindernis überwunden werden mussten, tauschte Gert Seibold, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Fellbacher Weingärtner, kurz vor Startschuss noch gegen trockene aus und stellte einen großen Regenschirm daneben auf.
Kisten stapeln, Schrauben drehen, Hürdenlauf, Slalom und vieles mehr – insgesamt neun Hindernisse unterschiedlichster Art mussten die Dreierteams überwinden – und all das mit einer zehn Kilogramm schweren Butte auf dem Rücken. „Da sind tatsächlich Steine drin“, verriet Horst Stimmler, früher FCC-Präsident und am Freitag als Zeitnehmer im Einsatz. „Üben kann man den Buttenlauf nicht“, sagte Anja Joseph vom Siegerteam. „Das einzige, was wir tatsächlich trainieren, ist die Übergabe der Butte, denn das ist immer einer der Knackpunkte im Rennen.“
Ausgerutscht ist keiner, auch nicht das Team vom Fellbacher Rathaus. Markus Sturm, der Hauptamtsleiter, der als Hummel verkleidet an den Start ging, Wirtschaftsförderin Anette Popp in buntem Kostüm ebenso wie Andreas Gehring vom Gebäudemanagement landeten auf einem mittleren Platz unter den 15 Gruppen. Fast drei Sekunden schneller waren allerdings „Die vom Amt“ vom Murrer Karneval-Verein.