Zehntausende Menschen sorgten am Dienstag für ein stimmungsvolles Finale der Villinger Fasnet – der große Umzug durch die Innenstadt begeisterte die Massen. Doch ein Zwischenfall am Rande des Treibens trübt die sonst makellose Bilanz. Das berichtet der Schwarzwälder Bote.
Denn kurz vor Ende des Umzugs kam es in der Oberen Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Zeugen riefen daraufhin die Polizei zur Hilfe, die zunächst zudem davon ausgehen musste, dass ein Messer im Spiel ist. Ein solches, so hieß es noch am Abend, war allerdings nicht gefunden worden.
Verletzungen?
Dennoch eilten zahlreiche Beamte zum Einsatzort, auch Kräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes wurden sofort hinzugezogen. Darüber hinaus wurde auch der Rettungsdienst an Ort und Stelle gerufen. Zu schlimmeren Verletzungen kam es, wie unsere Redaktion erfuhr, aber glücklicherweise nicht.
Bei der Polizei laufen zu der Auseinandersetzung die entsprechenden Ermittlungen, wie Polizeisprecher Jörg Kluge erklärt. Es habe sich schnell herausgestellt, dass es sich „um Streitigkeiten innerhalb eines sich kennenden Personenkreises“ gehandelt hat, bei denen es auch zu Körperverletzungsdelikten gekommen sein soll.
Wer war beteiligt?
Es habe untereinander bekannten griechischen und deutschen Staatsangehörigen Ausschreitungen gegeben, die in eine Schlägerei ausarteten. Kluge: „Zu den Hintergründen und dem Hergang können wir noch nichts sagen, das ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“
„Wie es dazu kam, wer beteiligt war und welche Rollen die jeweils einzelnen Beteiligten in der Auseinandersetzung einnahmen, müssen die Beamten nun klären. Die Polizei in Villingen-Schwenningen hat mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet“, so Kluge weiter.
Das Fazit
Der aufsehenerregende Vorfall ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Polizei für die Hohen Tage ein positives Fazit ziehen kann. „Insgesamt war es relativ ruhig und es gab keine Steigerung von erwähnenswerten Vorfällen im Vergleich zu den Vorjahren“, so der Polizeisprecher.
Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich keine besonderen Auffälligkeiten oder signifikanten Steigerungen bei Straftaten und Ordnungsstörungen ergeben, lautet die Bilanz des Polizeipräsidiums. „ Schwerpunkte lagen, meist dem Alkoholkonsum der Beteiligten geschuldet, bei der Schlichtung von Streitigkeiten, Sachbeschädigungen und Körperverletzungsdelikten, durch die leider mehrere Personen verletzt wurden.
Auch kam es vereinzelt zu Beleidigungen, tätlichen Angriffen und Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. „Insgesamt ist die Fastnacht 2024 für den Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz gut bewältigt worden. Das friedliche gemeinsame Feiern und närrische Treiben stand auch in diesem Jahr im Mittelpunkt“, resümierte Polizeipräsident Hubert Wörner.