Fazit der Remstal-Gartenschau Das Großevent lockt zwei Millionen Besucher

Von Claudia Leihenseder 

Die Macher der Gartenschau sind zufrieden: Ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Unsere Bildergalerie zeigt die Highlights des bundesweit ersten Events seiner Art.

Zum formalen Abschluss der Remstal-Gartenschau hilft auch das Maskottchen Remsi bei der Weinlese. Foto: Gottfried Stoppel 19 Bilder
Zum formalen Abschluss der Remstal-Gartenschau hilft auch das Maskottchen Remsi bei der Weinlese. Foto: Gottfried Stoppel

Rems-Murr-Kreis - So viel Einigkeit herrscht selten: Egal, welchen Bürgermeister, Landrat oder anderen hohen Verantwortlichen man nach der Bilanz der Remstal-Gartenschau fragt: Das Fazit fällt bei allen sehr positiv aus. „Wir sind wirklich stolz auf unsere Gartenschau“, sagt etwa Thorsten Englert, der Geschäftsführer des Großevents. „Die Remstal-Gartenschau ist unstrittig ein absoluter Erfolg“, konstatiert auch Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. „Ich hätte mir vor zweieinhalb Jahren nicht vorstellen können, dass hier so eine tolle Gartenschau stattfinden kann“, betont Gerhard Hugenschmidt, Vorsitzender der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen.

Die Abschluss-Konferenz ist etwas ganz Besonderes

„Die Gartenschau ist ein Gewinn für die ganze Region“, sagt auch Thomas Bopp, Regionalpräsident des Verbands Region Stuttgart. Der Rems-Murr-Landrat Richard Sigel spricht allen ein großes Lob aus: „Die Gartenschau hat gezeigt, wie lebenswert unser Remstal ist.“ Und der Regierungspräsident Wolfgang Reimers beglückwünscht die beteiligten Kommunen und Landkreise zu einer gelungenen Gartenschau: „Die Bevölkerung im Remstal und die vielen Besucher über die Region hinaus haben die Remstal-Gartenschau zu einem einzigartigen Projekt gemacht.“

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Diese Sätze fallen alle bei der recht mobilen Abschlusspressekonferenz am vergangenen Freitag. Statt in einem Saal an Mikrofonen den Erfolg zu verkünden, haben die Macher einen anderen Rahmen gewählt: Eine kleine Bustour mit Happen, kleiner Weinlese mit Fotoshooting, Reden und Besuche an beispielhaften Stationen. Wie etwa der Luitenbächer Höhe oberhalb von Weinstadt-Großheppach. Die Aussichtsplattform war das erste Gartenschau-Projekt, das fertig geworden ist. „Wir haben im Mai 2017 Einweihung gefeiert“, sagt Weinstadts Oberbürgermeister Michael Scharmann. Die Angebote auf der Luitenbächer Höhe seien hervorragend angenommen worden. Während der Gartenschau habe man 45 000 Besucher an 20 Wochenenden gezählt. 18 000 Flaschen Wein seien ausgeschenkt worden.

Im Jahr 2020 soll es einen Remstal-Sommer geben.

Thorsten Englert hat noch ganz andere Zahlen parat: Rund zwei Millionen Menschen hätten das Event besucht. In den Erlebnisgärten in Schwäbisch Gmünd und Schorndorf seien mehr als eine Million Besucher gezählt worden. Auf dem Remstal-Radweg fuhren zu Spitzenzeiten bis zu 200 Radfahrer pro Stunde. 16 500 Flaschen des offiziellen Gartenschauweins kamen unter die Leute. Bei der Herzoglichen Kugelbahn in Kernen wurden 40 000 Kugeln verkauft. Und 70 000 Besucher haben sich die Tiny-House-Ausstellung in Weinstadt angeschaut. „Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt“, sagt Englert.

Ein weiterer Effekt der Gartenschau: Laut den zufriedenen Rathauschefs ist ein richtiges Wir-Gefühl im Remstal entstanden. „Die Stimmung unter den Bürgermeistern und Oberbürgermeistern ist sehr gut“, bestätigt Regionalpräsident Thomas Bopp. Viele hätten sich vor der Zusammenarbeit zu der bundesweit ersten interkommunalen Gartenschau gar nicht gekannt. Inzwischen seien richtige Freundschaften entstanden. Im kommenden Jahr soll es übrigens weitergehen mit der Zusammenarbeit unter den 16 Gartenschau-Kommunen: Dann wird es den Remstal-Sommer 2020 geben. Details dazu wird Englert demnächst verraten.