Ferienprogramm Ostfildern Sport und Spaß auf dem Campus

Hula-Hoop-Reifen sind in diesem Jahr schwer angesagt. Jara Takenja hat es zur Meisterschaft gebracht. Foto: /Peter Stotz

Ob Campus-Olympiade oder eine Hula-Hoop-Challenge: Das offene Ferienangebot der Kinder- und Jugendförderung Ostfildern kommt bei den Jugendlichen gut an.

Ostfildern - Die Kinder- und Jugendförderung Ostfildern (Kiju) bietet neben etlichen anderen Ferienangeboten in diesem Jahr zum zweiten Mal auf dem Campus in Nellingen offenen und unverbindlichen Ferienspaß für Kinder und Jugendliche an. Das insgesamt vierwöchige Angebot ist gut nachgefragt.

 

Während der Schulzeit, in den Nachmittags- und Abendstunden ist der Campus in Nellingen ein beliebter Treff für Kinder und Jugendliche. Dort gibt es Sportmöglichkeiten, kann Fußball oder Basketball gespielt werden, man kann toben oder entspannen, es ist ein wichtiger Ort fürs Sehen und Gesehenwerden. Am Campus ist auch der Schülertreff „Meet You“ der Kiju angesiedelt, wo in der unterrichtsfreien Zeit gespielt, gebastelt oder entspannt werden kann und die Betreuer bei Bedarf ein offenes Ohr für alle Anliegen haben.

Aktionen und Entspannung

Seit dem vergangenen Jahr ist die Kiju auch in den Sommerferien auf dem Campus aktiv. In den ersten und den letzten zwei Ferienwochen bieten die Betreuer des Schülertreffs Kindern und Jugendlichen ab etwa elf Jahren einen Ort mit vielen verschiedenen Spaß-, Spiel- und Sportangeboten, an dem Aktionen genauso möglich sind wie Entspannung.

„Mit der Coronapandemie wurde deutlich, dass viel Jugendliche nicht in den Urlaub fahren können, und für uns war klar, dass wir ihnen etwas anbieten wollen“, erzählt die Sozialpädagogin Ingrid Weiß, die den Schülertreff betreut. Zu diesen Jugendlichen kämen noch etliche, denen die anderen Ferienangebote in der Stadt zu stark verpflichtend sind, deren Eltern die Angebote nicht bezahlen können oder wollen, und auch jene, die nur ab und an Zeit haben und ungebunden sein wollen, „die den offenen Raum benötigen“, wie Weiß beschreibt.

Campus-Olympiade mit 27 Stationen

Sie alle werden vom Ferienprogramm „Sommer auf dem Campus“ angesprochen, und die Nachfrage ist erstaunlich hoch, berichtet Weiß’ Kollege Uli Graneis. Durchschnittlich zwölf Besucher, die sich längere Zeit mit einem der Angebote beschäftigen, zählen die Betreuer pro Nachmittag, hinzu kämen jene, die mal eben vorbeischauen, für eine halbe Stunde auf der Wiese chillen oder ein wenig mit einem Sportgerät herumalbern. „Es gibt keinerlei Verpflichtungen, man muss sich nicht anmelden, alles ist kostenfrei und man kann kommen und gehen wie man möchte. Nichts ist vorgegeben, und wir können auf die Wünsche und Bedarfe der Jugendlichen eingehen. Für uns ist das wegen der Planungen nicht ganz einfach, aber für die Kids genau das, was sie benötigen“, erzählt Graneis.

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Die Betreuer, die regelmäßig in Dreierteams für die Besucherinnen und Besucher da sind, beobachten, dass neben den Bastel- und Kreativangeboten besonders Sport und Spiel nachgefragt werden. So können 27 Disziplinen einer Campus-Olympiade abgeklappert werden, bei denen allein oder auch in kleinen Teams Geschicklichkeit und Fantasie, Schnelligkeit, Geduld und Ausdauer gefragt sind. „Da sind viele Spaßelemente dabei, das kommt sehr gut an und es haben sich auch erstaunliche Highlights herauskristallisiert“, erzählt Weiß.

Auch Nichtstun ist möglich

Zudem seien die Besucher wegen der Unverbindlichkeit des Angebots täglich gefordert, neue Teams zu bilden. „So treffen sich immer wieder andere Jugendliche,bilden sich neue Bekanntschaften. Der offene Charakter, die Freiwilligkeit und die Unverbindlichkeit sind sehr wichtig und wir sehen eine große soziale Funktion darin“, sagt Ingrid Weiß. „Jeder hat die Freiheit, sich das herauszupicken, was er gerade möchte, aber man kann auch einfach nur kommen und nichts tun“, erklärt Weiß.

Neben Basteln und Malen seien bei den sportlichen Disziplinen derzeit Bogenschießen, Jonglieren und Wettbewerbe mit dem Hula-Hoop-Reifen der Renner. Den Campus-Rekord hält dabei zurzeit die Schülerin Jara Takenja mit einer Stunde und 20 Minuten ununterbrochenem Kreiseln. Sie ist allerdings auch behände mit dem Diabolo zugange und hält auch wegen der Kreativangebote große Stücke auf den Ferienspaß auf dem Nellinger Campus. „Es ist wirklich toll, weil man super viele verschiedene Sachen machen kann“, sagt sie.

Das sieht auch ihre Freundin Charlotte so, die zunächst dazu gedrängt werden musste, zum Ferienprogramm zu gehen. „Meine Mama hat das gesagt, weil ich fast nur noch am Handy sitze“, erzählt sie. „Aber das sah schon sehr nach Spaß aus, als ich herkam, und ich muss sagen, es ist echt abwechslungsreich“, bekundet sie. „Der Campus ist ein Ort an dem Menschen, sind Gleichaltrige und wir als Ansprechpartner, wenn das jemand möchte“, beschreibt Ingrid Weiß, und Jara präzisiert: „Das ist eine wirklich coole Empfehlung für alle Kinder. Hier wird es dir nie langweilig.“

Angebote für Kinder und Jugendliche

Kinder- und Jugendförderung
Träger der Kinder- und Jugendförderung Ostfildern mit knapp 40 Fachkräften ist der Kreisjugendring Esslingen. Unter dem Dach der Kiju Ostfildern sind die Berufseinstiegsbegleitung, das Ikeros Jugendbüro, die Kinderaktivwerkstatt, das Jugendhaus L-Quadrat, die Mobile Jugendarbeit, die Jugendhilfeeinrichtung Reset, die Schulsozialarbeit und die Ganztagsbetreuung, Tempo Pro Ausbildung, das Trendsportfeld und das Zentrum Zinsholz sowie die Fachstelle Partnerschaft für Demokratie versammelt.

Ferienbetreuung
Die Kiju bietet regelmäßig Ferienprogramme an. In der Sommerferien gibt es eine künstlerische Woche, in Kooperation mit dem TV Nellingen und der Kindersportschule Ostfildern laufen vier Sportcamps. Das Sommerlager für Kinder wird seit mehr als 40 Jahren angeboten. In den Herbstferien wird ein Zirkusworkshop für Kinder von acht bis 14 Jahren angeboten. Sommer auf dem Campus Nellingen läuft bis Freitag, 10. September, werktags von 11 bis 17 Uhr. Infos unter: www.kiju-ostfildern.de 

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