Fernsehturm Stuttgart Der Turm ist allgegenwärtig

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Das Leben ist kein Schlotzer – schon gar nicht, seitdem der Fernsehturm dicht ist. Der hat in den Herzen der Stuttgarter einen festen Platz. In allen möglichen Farben haben wir ihn täglich in der Stadt vor der Nase.

Beim Oma Schmidt’s Masche hatten die Macherinnen die bestrickende Idee, den Fernsehturm in Form zu häkeln.  Auch an anderen Orten in Stuttgart hat das Wahrzeichen einen festen Platz gefunden. Klicken Sich sich durch unsere Bildergalerie. Foto: Michael Steinert 9 Bilder
Beim Oma Schmidt’s Masche hatten die Macherinnen die bestrickende Idee, den Fernsehturm in Form zu häkeln. Auch an anderen Orten in Stuttgart hat das Wahrzeichen einen festen Platz gefunden. Klicken Sich sich durch unsere Bildergalerie. Foto: Michael Steinert

Stuttgart - Das Leben ist kein Schlotzer – und schon gar nicht, seitdem der Fernsehturm dicht ist. Letzteres ist aber nicht der Grund dafür, dass der knallbunte Lolli in Form des Wahrzeichens inzwischen aus dem Sortiment des i-Punkts an der Königstraße verschwunden ist.

Das hochaufragende Gebäude hat in den Herzen der Stuttgarter einen festen Platz, nicht nur bei der Abfahrt von der Alb sieht man es schon von Weitem. In allen möglichen Farben, aber in der immer gleichen markanten Form, haben wir ihn tagtäglich an fast jeder Ecke der Stadt vor der Nase.

Ein Schatten seiner selbst

Nur noch ein Schatten seiner selbst ist der Turm kurz oberhalb des Olgaecks. Wo einst Radios über die Ladentheke gingen, erinnert der Abdruck der längst erloschenen Leuchtreklame daran, woher die Funkwellen für den guten Empfang kommen. Kunterbunt und kuschelig hingegen die Variante, die im Westen zu haben ist. Bei Oma Schmidt’s Masche hatten die Macherinnen die bestrickende Idee, die Betonnadel in Form zu häkeln. Ein paar Ecken weiter im Westen gibt es die Edelvariante im 0711-Shop – gülden glitzernd. Die Touri-Info beim Hauptbahnhof verkauft den Leonhardt-Bau wohl in den meisten Formen von allen Anbietern in der Stadt. Dort gibt es ihn auch als feuerfesten Flaschenöffner, oder er öffnet mit quietschbuntem Design als Bauklotzvariante den Weg zu den Herzen der Schwabenkinder. Den soll wohl auch der Schriftzug eines neu eröffneten Imbisslokals namens Stuggi-Burger an der Bebelstraße ebnen: Statt eines „t“ trägt man den Turm im Namen.

Es muss jedoch nicht immer Kommerz sein, woran sich Schwaben laben, bleiben doch noch die zahlreichen Umsonst-und-draußen-Varianten. Am Bismarckplatz haben die Gärtner den Verlust des dortigen Wahrzeichens, des jüngst gefällten Mammutbaums, mit einer Blumenrabatte im Turmdesign wettgemacht. Selbst im Parkhaus der Landesbibliothek stoßen Wissenshungrige, die auf dem quietschgelben Deck parken, auf ein Fernsehturm-Schild. Dass man auf der Waldau nur anschreiben muss, wo es zum Stadion geht, nicht aber, was der ausgebeulte Strich in der Landschaft daneben bedeutet, ist eh klar.




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