Filderstadt Das Schicksal des Krämermarkts ist offen

Die Hauptstraße in Harthausen war am Montag tagsüber für den Krämermarkt gesperrt. Foto: Otto-H. Häusser
Die Hauptstraße in Harthausen war am Montag tagsüber für den Krämermarkt gesperrt. Foto: Otto-H. Häusser

Die Zukunft des Herbstmarktes in Filderstadt-Harthausen entscheidet sich demnächst. Vorher soll geprüft werden, ob sich der Markt, der zur Probe wieder eingeführt wurde, bewährt hat. Wir haben uns bei den Händlern umgehört.

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Harthausen - Noch ist nicht klar, was aus dem Harthäuser Krämermarkt im Herbst wird. Er war vom Gemeinderat auf Initiative von SPD-Fraktionschef Walter Bauer zur Probe wieder eingeführt worden. Es sollte zweimal getestet werden, ob es doch einen Bedarf für diesen Krämermarkt gibt. Nachdem nun am Montag der zweite dieser Herbstmärkte stattgefunden hat, soll bald Bilanz gezogen werden. Aufwand und Nutzen sollen gegeneinander aufgewogen werden. Noch müssen die Daten erhoben werden. Die Verwaltung will ihre Erkenntnisse demnächst dem Gemeinderat präsentieren und ihm die Sache zur Entscheidung vorlegen.

Großteil der Händler zufrieden

Der Großteil der Händler, die am Montag in Harthausen waren, will wieder kommen. Das ergab eine Blitzumfrage unserer Zeitung. Nur einer der Befragten, der Honig verkaufte und namentlich nicht genannt werden will, sagte: „Ich werde nicht wieder kommen.“ Ganz anders reagierte Manfred Strohbach, der seit 35 Jahren auf den Markt kommt. Er bot vor allem Holz- und Haushaltswaren an. „Ich hoffe, dass die Nachfrage so bleibt“, sagte er. Man merke, dass es nur noch wenig Geschäfte mit Haushaltswaren gibt.

Wie er will auch Tareq Amin, der vor allem Schmuck anbot, wieder nach Harthausen zum Krämermarkt im nächsten Herbst kommen. Er hat an diesem Montag allerdings keine guten Geschäfte gemacht. „Es waren zu viele Parteien da“, berichtete er vom Bundestagswahlkampf auf dem Markt. Dadurch seien die Leute vom Einkaufen abgehalten worden.

Zufrieden mit der Nachfrage zeigte sich dagegen Muzafar Ahmad. Deshalb will er auch wieder kommen. Er verkaufte hauptsächlich Damenhosen und -pullover für ältere Frauen. „Das läuft ganz gut“, sagte er. Die Frauen würden ihm ihre Größe sagen und meistens würden die Kleidungsstücke dann auch passen. Der Marktbeschicker Herpreet Singh hat dagegen Grund zur Klage. Er hatte einen Standplatz erwischt, der ganz am Ende des Marktes lag. „Nächstes Mal muss ich weiter in die Mitte kommen“, sagte er. Dann werde er mit seinen Geschenkartikeln auch wieder kommen. Auch Ruth Brecker ist mit dem Geschäftsverlauf an diesem Tag nicht zufrieden. Sie führt dies aber auf den Regen zurück, der zwischenzeitlich den Markt heimsuchte. Generell will die Frau, die textile Handarbeiten anbot, wieder im Herbst nach Harthausen kommen.

Kinderkarussell als Attraktion

Um den Markt attraktiver zu gestalten, schlug Julian Meisner vor, Anziehungspunkte für Kinder zu schaffen. Er könnte sich beispielsweise ein Kinderkarussell zur Belebung vorstellen. Meisner, der die Luftreiniger seiner Firma Hyla präsentierte, will wieder kommen.

Auch Rudolf Nieser sprach sich für den Herbstmarkt aus. Seine Entscheidung fiel spontan, als er seine Tageseinnahmen prüfte. „Okay, das ist knapp über dem Limit“, sagte er und berichtete, dass er als Metzinger regelmäßig mit dem Käse in seinem Schweizer Alpenhüsli auf die Filder-städter Krämermärkte komme.




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