Finanzberatung Frauen – eine attraktive Zielgruppe

In Aktien investieren deutlich weniger Frauen als Männer. Foto: imago

Anlageberatung speziell für Frauen kann nützlich sein. Sie muss aber genauso kritisch hinterfragt werden wie Ratschläge von Männern, schreibt Barbara Schäder.

Schon lange verdienen die meisten Frauen ihr eigenes Geld – und viele inzwischen auch ganz ordentliche Summen. Da ist es kein Wunder, dass die Finanzbranche die Damenwelt für sich entdeckt. Für Frauen gibt es eigene Seminarreihen bei Banken und Börsen, eigene Beratungshäuser und eine Vielzahl von Online-Ratgebern.

 

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Das ist zu begrüßen, denn eine gezielte Ansprache kann Berührungsängste abbauen und die Hürden für eine Beschäftigung mit dem sperrigen Thema Finanzen senken. Und wenn Frauen in Seminaren unter sich sind, haben sie oft weniger Hemmungen, Fragen zu stellen.

Die Anbieterinnen arbeiten nicht nur für die Sache der Frau

Klar ist aber auch: Anders als mancher Werbeslogan nahelegt, arbeiten die Anbieterinnen nicht nur für die finanzielle Autonomie ihrer Kundinnen. Sondern vor allem für die eigene. Entweder kassieren sie Gebühren für Seminare und Online-Kurse, oder Provisionen für die Vermittlung von Finanzprodukten. Oder sie wollen mit kostenlosen Einstiegsangeboten Kunden akquirieren. Genau wie ihre männlichen Kollegen.

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Ehe sie ein Seminar oder ein Beratungsgespräch buchen, sollten Sparerinnen sich deshalb bei unabhängigen Quellen wie der Stiftung Warentest einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen sowie Grundregeln der Geldanlage verschaffen. Auch wenn sich viele danach noch weitere Unterstützung wünschen mögen, können sie dann zumindest konkreter fragen. Und: Vor dem Kauf eines Finanzprodukts lohnt es sich immer, Vergleiche einzuholen.

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