„Das ist nicht der Jahresbericht und keine Aussprache mit der Geschäftsführerin“, hatte Oberbürgermeister Matthias Knecht deutlich gemacht, als am Dienstag im Wirtschaftsausschuss die Finanzierung des Blühendes Barock auf der Tagesordnung stand. Tatsächlich ging es dabei nur darum, dass Stadt und Land eventuelle Verluste auch weiterhin zu je 50 Prozent übernehmen, und was dabei zu beachten ist, damit man nicht gegen EU-Recht verstößt, das Beihilfen nur unter besonderen Bedingungen gestattet. Der Maximalzuschuss in Höhe von 400 000 Euro war bei der Haushaltsberatung schon beschlossen worden
Was passiert mit den Gewinnen?
Das fand auch Michael Vierling von den Grünen „voll in Ordnung“. Dennoch, sagte er, müsse noch mehr zur Sprache kommen: So habe das Blüba in den vergangenen Jahren Überschüsse erzielt. „Das ist gut für die öffentlichen Kassen, aber es ist für viele unverständlich, warum das Blüba bei so hohen Gewinnen die Eintrittspreise gleich in zwei Jahren in Folge deutlich erhöht“, kritisierte er. Und er forderte: „Bitte zeigen Sie doch einmal auf, ob, dass und wie die Gewinne der letzten Jahre und die weiter erhöhten Einnahmen im laufenden Jahr für die Finanzierung von Investitionen verwendet werden.“
Damit kam er jedoch angesichts des eng begrenzten Tagesordnungspunkts nicht durch. Petra Betz von der Stadtverwaltung betonte, die hohen Gewinne des Blüba im Jahr 2022 – etwas mehr als 900 000 Euro – seien ein Ausreißer nach oben gewesen. Das Blüba sei in seiner 70-jährigen Geschichte nur von 2017 bis 2019 und in den Jahren 2022 und 2023 ohne Zuschuss ausgekommen, hatte Knecht bereits zuvor erklärt. Auch über den Antrag der Grünen, die Ludwigsburg Card, die an Menschen mit kleinem Einkommen ausgegeben wird, künftig wie eine Dauerkarte fürs Blüba zu behandeln, wurde nicht verhandelt. „Das geht über die heutige Fragestellung hinaus“, so Knecht.