+++Finanzmärkte: Das geschah am Dienstag+++ An den Börsen regiert die Angst

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Der Dax verliert bis zu 7 Prozent, die Wall Street startet mit geringen Ausschlägen. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten im Tagesprotokoll.

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Frankfurt/New York - Verfolgen Sie im Nachrichtenticker die Entwicklungen an den Märkten und in der Politik zur Schuldenkrise in der Euro-Zone und in den USA.

+++16.13 Uhr+++ Die US-Börsen haben sich nach der rasanten Talfahrt vom Montag leicht erholt. Gestützt wurden die Kurse von Spekulationen über vertrauensbildende Maßnahmen für die Finanzmärkte durch die US-Notenbank (Fed). Der Leitindex Dow Jones Industrial, der tags zuvor um mehr als 600 Punkte eingebrochen war, legte kurz nach Börsenstart am Dienstag um mehr als ein Prozent zu. Zuletzt gewann er 0,39 Prozent auf 10.852,54 Punkte. Seit dem 22. Juli, als sich der Schuldenstreit in den USA zuzuspitzen begann, hat er allerdings 15 Prozent eingebüßt.

+++15.40 Uhr+++ Die Wall Street ist am Dienstag trotz schlechter Vorgaben mit nur geringen Ausschlägen in den Handel gestartet. Gegen 15.40 (MESZ) lag der Dow-Jones-Index fast unverändert bei 10.806 Punkten.

+++15.19 Uhr+++ Die Bundesregierung will zur Beruhigung der Märkte mit Stresstests und Schuldenbremsen die wankende Euro-Zone langfristig stabilisieren. Dazu könnte ein neuer europäischer Stabilitätsrat aufgebaut werden, der bei schlechtem Wirtschaften automatisch Sanktionen - etwa bei der Vergabe von EU-Fördermilliarden - verhängen würde. „Das wäre ein gutes, starkes Signal an die Märkte“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Dienstag in Berlin.

+++14.19 Uhr+++ Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao fordert eine internationale Zusammenarbeit, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

+++13.10 Uhr+++ Der DAX steht mit einem Minus von 2,0 Prozent bei 5.803 Punkten. Der MDAX war fast unverändert bei 8.541 Zählern. Der TecDAX verlor 0,2 Prozent auf 678 Punkte. Der Euro legte nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder zu. Gegen 13.15 Uhr notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,4261 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag bei 1,4225 Dollar festgestellt. Gewinner im DAX waren allen voran Heidelcement, die 2,5 Prozent auf 32,71 Euro zulegten. BMW erholten sich etwas von den Kurseinbrüchen der vergangenen Tage und lagen mit einem Plus von 2,4 Prozent bei 56,46 Euro. Infineon ging es ähnlich: Die Aktie verbesserte sich um 2,0 Prozent auf 5,56 Euro.

+++12.20 Uhr+++ Der Goldpreis steigt in der kräftigsten Drei-Tages-Rally seit 2008 auf Rekordstände in Dollar und Euro. In der Spitze werden 1778,29 Dollar beziehungsweise 1250,90 Euro je Feinunze gezahlt. Allein in den vergangenen drei Tagen hat die Flucht der Anleger in vermeintlich sichere Häfen den Goldpreis um sieben Prozent anziehen lassen.

+++12.10 Uhr+++ Analysten sorgen sich, wie viel Geld die EZB zum Ankauf italienischer und spanischer Staatsanleihen ausgeben wird: „Wenn die EZB in relativ gleichem Umfang in den Markt gehen würde, wie sie das bei Griechenland, Irland und Portugal gemacht hat, müsste sie mehr als 300 Milliarden Euro in die Hand nehmen“, sagte Rentenstratege Kornelius Purps von der Unicredit.

+++11.51 Uhr+++ An der Wall Street ist mit weiteren Verlusten zu rechnen. Die Futures für den S&P 500, Dow Jones und Nasdaq tendieren gut ein Prozent im Minus.

+++11.26 Uhr++ Der Dollar fällt unter die für eine Intervention kritisch geltende Marke von 77 Yen.

+++11.12 Uhr+++ An den weltweiten Börsen regiert die blanke Angst: Nach einem kurzen Erholungsversuch musste der deutsche Leitindex Dax zeitweise einen Verlust von mehr als 7 Prozent hinnehmen. Später erholte er sich wieder etwas. Rund eineinhalb Stunden nach Börsenstart stand der deutsche Leitindex mit 6,37 Prozent bei 5546 Punkte im Minus. Damit ist der Dax den zehnten Tag in Folge im Minus und baut seine Verluste bis auf 25 Prozent aus. Auch in Asien ging die rasante Talfahrt weiter.

+++10.25 Uhr+++ Der Dax weitet die Verluste aus und fällt um 5,1 Prozent auf ein 15-Monats-Tief von 5618,99 Punkten. Damit summiert sich das Minus der vergangenen zehn Handelstage auf knapp 25 Prozent. Dies ist der größte Kursrutsch seit den Turbulenzen rund um die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit dem zehnten Tagesverlust in Folge stellt der Dax zudem einen Negativ-Rekord auf.

+++9.44 Uhr+++ Die Kosten für die Versicherung spanischer und italienischer Schulden gegen einen Ausfall haben sich verbilligt. Die fünfjährigen CDS für italienische Anleihen sanken um zehn Punkte auf 329 Basispunkte, fünfjährige spanische CDS verbilligten sich um 17 Punkte auf 332 Basispunkte.

+++9.10 Uhr+++ Der positive Handelsstart an den europäischen Aktienbörsen gibt dem Euro Rückenwind. Die Gemeinschaftswährung gewinnt zum Schweizer Franken mehr als ein Prozent. Und auch zur US-Währung legt sie um 0,7 Prozent auf 1,4275 Dollar zu.

+++8.24 Uhr+++ Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, bestätigt, dass die EZB auf dem Sekundärmarkt für Staatsanleihen aktiv ist.

+++8.22 Uhr+++ Der September-Kontrakt des amerikanischen S&P 500 Future dreht vor dem europäischen Handelsstart ins Plus. Während des asiatischen Geschäfts war er zeitweise um drei Prozent abgerutscht. Der S&P 500 war am Montag um 6,7 Prozent eingebrochen.

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