Flüchtlinge mit Coronavirus Isolierunterkunft bleibt bestehen

Die Isolierunterkunft in Althütte wird auch über den Winter nutzbar sein. Foto: Gottfried Stoppel
Die Isolierunterkunft in Althütte wird auch über den Winter nutzbar sein. Foto: Gottfried Stoppel

In der Hochphase der Corona-Pandemie kamen infizierte Flüchtlinge nach Althütte in Quarantäne. Um die Landeserstaufnahmeeinrichtungen auch bei einer eventuellen zweiten Welle zu entlasten, wurde der Mietvertrag nun um sechs Monate verlängert.

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Althütte - Die Isolierunterkunft in Althütte-Sechselberg (Rems-Murr-Kreis) soll auch in den nächsten Monaten für die Unterbringung von positiv auf das Corona-Virus getestete Flüchtlinge aus den Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) zur Verfügung stehen. Das teilte das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) am Mittwoch mit. Die Behörde, die die Einrichtung für das Land Baden-Württemberg betreibt, hat demnach den Mietvertrag um sechs Monate bis Ende März 2021 verlängert.

Derzeit nicht belegt

„Aktuell ist die Einrichtung nicht belegt – sie befindet sich seit Mitte Juni im Stand-by-Modus. Eine Aufnahme von an Covid19 erkrankten Patientinnen und Patienten ist bei Bedarf innerhalb von 24 bis 48 Stunden möglich“, heißt es in der Mitteilung. Eine Unterbringung sei weiterhin nur für positiv getestete Personen ohne oder mit geringen Symptomen vorgesehen. „Erfreulicherweise wurden in der Landeserstaufnahme seit über acht Wochen keine neuen Infektionen gemeldet. Wir wollen jedoch sicherstellen, dass auch im Falle etwaiger neuer Corona-Fälle in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes eine schnelle Möglichkeit zur Isolation gegeben ist“, so der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Vorsorge für die zweite Welle

Doch bereits jetzt steigt die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland wieder an. Vor diesem Hintergrund solle die Isolierunterkunft vorsorglich für eine weitere mögliche Erkrankungswelle im Herbst und Winter bereitstehen. Je nach Belegung bietet sie dem RP zufolge Platz für 30 bis 60 Geflüchtete.

Insgesamt seien bislang 44 Infizierte aus den Landeserstaufnahmeeinrichtungen einzeln beziehungsweise mit ihren Familienmitgliedern in der Einrichtung in Althütte untergebracht und versorgt worden. Für die Einhaltung der Quarantäneauflagen sorgten dem RP zufolge ein Zaun sowie ein Wachdienst, der rund um die Uhr im Einsatz ist.




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