Flughafen Stuttgart Dank Rekordergebnis für Corona gewappnet

Von red/dpa 

Fast 13 Millionen Passagiere zählte der Flughafen Stuttgart im vergangenen Jahr - ein Rekord, der dieses Jahr sicher nicht zu halten sein wird. Immerhin fühlt man sich beim Airport angesichts des guten Jahres 2019 für die Krise gewappnet.

Der Flughafen Stuttgart erzielte 2019 ein Rekordergebnis. Foto: dpa/Uli Deck
Der Flughafen Stuttgart erzielte 2019 ein Rekordergebnis. Foto: dpa/Uli Deck

Stuttgart - Glück im Unglück beim Flughafen Stuttgart: Mit 12,7 Millionen Passagieren hat der Airport im vergangenen Jahr erneut einen Rekord aufgestellt.

Das Passagier-Plus beläuft sich auf 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Finanziell lief es entsprechend so gut wie noch nie, so dass man nun für die Corona-Krise gerüstet sei, hieß es am Mittwoch bei der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG). Und das ist auch nötig, denn der Flughafen liegt fast wie verwaist da.

Deprimierend sei das, sagte FSG-Geschäftsführerin Arina Freitag. Im Schnitt gebe es am größten Flughafen des Landes derzeit täglich nur zehn Starts und zehn Landungen. Normalerweise sei man schon im Sommerbetrieb - mit 300 Starts und Landungen pro Tag.

Umsatz steigt auf 300 Millionen Euro

„Dass wir 2019 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt haben, wird uns 2020 dabei helfen, die durch die Corona-Pandemie verursachten massiven Verkehrseinbrüche und Ertragsverluste zu überstehen“, sagte Freitag. Das Ergebnis lag bei rund 50 Millionen Euro und damit so hoch wie nie zuvor - Liquidität sei also gegeben. Der Umsatz der FSG stieg um knapp 5 Prozent auf rund 300 Millionen Euro. Das erfolgreiche vergangene Jahr sei der starken Nachfrage zu verdanken, sagte Walter Schoefer, Sprecher der FSG-Geschäftsführung.

„Wie schnell sich das Blatt jedoch wenden kann, sehen wir gerade in der Corona-Krise“, sagte Schoefer. Er sei froh, dass die FSG trotz Krisenzeiten ein Großprojekt wie die Teilerneuerung der Start- und Landebahn stemmen könne. „Wir arbeiten jeden Tag dafür, die aktuelle Situation zu bewältigen und vor allem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst sicher durch die kommenden Monate zu bringen.“ Von Anfang April bis Ende Juni habe die FSG Kurzarbeit in erster Linie für die Mitarbeiter im operativen Bereich angemeldet, also bei all jenen Beschäftigten, die etwa für Passagiere und Gepäck zuständig sind.

Ansonsten gibt es täglich noch ein paar wenige Flüge - mal Amsterdam, mal London, auch Berlin und Hamburg. Die FSG nutzt die Gunst der Stunde, um das östliche Ende der Startbahn zu erneuern. Der wenige Flugverkehr, der stattfindet - vornehmlich die Luftfracht, die stabil blieb - könne auf den restlichen zwei Dritteln der Landebahn absolviert werden. Derweil sind etliche Flieger am Flughafen geparkt, es gebe aber auch noch Platz für weitere. Und, die gute Nachricht: Wenn irgendwann wieder gereist werden darf, sei man sofort parat. „Wir könnten unsere Dienste dann recht kurzfristig wieder anbieten“, heißt es beim Flughafenbetreiber FSG.

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