Ein Selbstläufer war die Fortsetzung der Förderprogramme für die private Energiewende in Stuttgart nicht. Auf der Vorschlagsliste des Oberbürgermeisters Frank Nopper für den Doppelhaushalt 2024/25 haben mehrere der Zuschüsse rund um private Energiewende und Energiesparen gefehlt. Seit dem Beschluss des Gemeinderats über den Etat für die nächsten beiden Jahre steht nun fest, wie es mit den Förderungen weitergeht.
Unter Stadträten links der Mitte gelten die Programme beispielsweise für den Einbau von Wärmepumpen, den Ausbau von Solarenergie (auch Balkonkraftwerke) oder den Anschluss an ein Wärmenetz als notwendig, um das 2022 gesteckte Ziel zu erreichen: die Energieversorgung in der Landeshauptstadt bis 2035 frei von klimaschädlichen Emissionen zu bekommen. Die öko-soziale Mehrheit hat daher die Liste des OB korrigiert und die Förderprogramme erneut aufgenommen.
Dafür gibt es einen Zuschuss der Stadt Stuttgart
Heißt für die Stuttgarter, die sich an der Energiewende beteiligen wollen, konkret: „Für den Bau von Solaranlagen, Wärmepumpen, Wärmenetzanschlüssen und die Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäude sowie den Tausch von Ölheizungen und alten Haushaltsgeräten wird es weiterhin Förderprogramme der Landeshauptstadt geben“, teilt ein Sprecher der Stadt für das Amt für Umweltschutz mit. Für die Zuschüsse würden 2024 und 2025 insgesamt 84 Millionen Euro bereitgestellt. Laut dem Sprecher entspricht dies nicht nur einer Fortführung, sondern sogar einer Aufstockung der Mittel.
„Zusätzlich wird ein Fokus auf die finanzielle Förderung von Energieberatungen gelegt“, sagt der Sprecher der Stadt. Nicht nur Erstberatungen, sondern auch Detailberatungen sollen demnach finanziell unterstützt werden. Zu beachten sei, dass das Förderprogramm für den Austausch einer Ölheizung nicht mit den Zuschüssen für den Einbau einer Wärmepumpe kombinierbar sei. Allerdings: „Alle Programme sind mit der Bundesförderung kumulierbar.“
Zwei Zuschussprogramme sind übrigens für 2024 und 2025 gestrichen worden: „Für die Förderprogramme Plusenergie und Privates Laden wurden in den Haushaltsberatungen keine weiteren Mittel bereitgestellt.“ Informationen über die Höhe der Förderungen finden sich auf der städtischen Homepage unter www.stuttgart.de/leben/umwelt/energie/foerderprogramme.